Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., F 778,wm-3
Mossdorf, Friedrich [Hrsg.]
Encyclopädie der Freimaurerei: nebst Nachrichten über die damit in wirklicher oder vorgeblicher Beziehung stehenden geheimen Verbindungen; in alphabetischer Ordnung (N bis Z)
1828
Seite: 439
(PDF, 183 MB)
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STUDENTEN. ORDEN.

STUFEN. 439

und es müssen folglich die Mitglieder
ihre "Vergnügungen miteinander
theilen."

,,6) Freundschaftliche gegenseitige
Dienste der Mitglieder
müssen dankbar erkannt undm
vorkommenden Fällen erwie*
dert werden. Wer Diefs nicht
thut, ist unwürdig, in dex Verbindung
zu bleiben.«

„7) Was die Gesellschaft
durch Mehrheit der Stimmen
beschliefst, dem darf sich kein
einzelnes Mitglied widersetzen.
Wer Diefs thut, kann nicht in
der Gesellschaft bleiben.**

,,g) Wenn ein Senior da ist:
so mufs ihm gehorcht werden,
insofern er für das Beste der
Gesellschaft sorgt."

S. 129 t führt Lauhhard,
um über die Ursache der
Entstehung solcher Verbindungen
Äüfschlufs zu geben
, eine Stelle aus „Immanuel
Käntfs vermischten
SchriftenB. 3, (Halle,
1799,) S. 233, an, welcher
auch hier ein Platz einzuräumen
ist.

„Es mufs in jedem gemeinen
Wesen ein Gehorsam unter dem
Mechanismus der Staatsverfassung
nach'Zwangsgesetzen, die
aufs Ganze gehen, zugleich aber
auch .ein Geist der Freiheit, s eyn;
da Jeder, in Dem, was allgemeine
MenschenpEicht betrifft, durch
Vernunft" überzeugt zu seyn,
verlangt, dafs dieser Zwang
rechtmäfsi^ sey, damit er nicht
mit sich selbst in Widerspruch
gerathe. Der erstere ohne den
letztem ist die veranlassende
Ursache aller geheimen Gesellschaften
; denn, es ist ein Naturberuf
der Menschheit, sich vornämlich
in Dem, was den Menschen
überhaupt angeht, mit-

zutheilen. Jene Gesellschaften
würden also wegfallen, wenn
diese Freiheit begünstigt wird;
und wodurch anders hönnen
auch der Regierung die Kenntnisse
kommen, die ihre eigne
wesentl. Absicht befördern, als
dafs sie den, in seinem Ursprung
und in seinen Wirkungen so
achtungwürdigen, Geist der
Freiheit sich äufsern läfst?"]

Stufen gibt es in derRi-
tualistik derFMrer von verschiedener
Art und Zahl,
die von dem Neuaufzuneh-
ni enden auf die vorgeschriebene
Weise erstiegen werden
müssen und ihm symbolisch
erklärt werden. S.
auch* Grade und Erkennt-

IflSS stufen.

" [Der Umrifs des Lehr-
lingsteppichs in -den Schriften
; ,,Jachin and Boaz" u,
,/the three distinct Knocks",
welcher in den „KUrkk/%
B.i, Abth.l, S.262fM nachgebildet
ist, hat unten am
Bande des Vierecks drei Stufen
, von denen die Unterste
als die Lehrlings-, die Mittelste
' als die Gesellen - und
die Oberste als die Meisterstufe
angegeben werden.
Diese sind, wie Br. Krause
a«. a. O., S.155 in der Note**),
wol mit Grunde, vermuthet,
ein neuerer Zusatz aus der
jungem Zeit, in welcher
man, der Wesenheit der Ma-
sonei zuwider, in diese den
derselben fremdartigen und
widerstrebenden Begriir:
Qrade^ gebracht und die so-


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