Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 4688,fm
Das Markgräflerland: Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur (21.1959, Jahresband, Ortsgeschichte von Egringen)
1959
Seite: 237
(PDF, 61 MB)
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  (z. B.: IV, 145, xii)



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2. Die Freiherren von Grünenberg

Über die geschichtliche Bedeutung dieses Herrengeschlechtes und deren
Männer, die in unserem Dorf zu Gericht saßen, wird ausführlich im Kapitel
über die Landes- und Gerichtshoheit berichtet. Mit einiger Sicherheit darf
auch ihr zeitweiliger Aufenthalt in Egr angenommen werden. Ihr Besitz ist
vielerorts beurkundet:

Arnold G., Sohn des Conrad und der Adelheid von Ramstein, in Egr begütert:
1323, 1329. Dessen Sohn

Petermann v. G., 1346. Enkel Heman d. Jüngere, gen. Schnabel, österr. Rat,
wird von Markgraf Rudolf IV. mit Egringen belehnt.

1334 verzichten Arnold und Johann v. Grünenberg vor dem bischöflichen
Officialgericht zu Basel beim Verkauf von Gütern um 17 Pfd Basl. Pf auf einen
Weinzins, den ihnen das Frauenkloster St. Klara von Reben zu Fischingen und
Egringen bezahlt; BStKla 1.

1395 beansprucht Ritter Hamman für sich, seinen Sohn Petermann und Hans,
den Sohn seines Vetters, den „Grymen" und Wilhelm, den Sohn seines
Bruders Heinzmann seine Rechte in Egr gegenüber Markgraf Rudolf III.
(1343-1428). Alle diese Männer treten in den Urkunden ihrer Zeit als Besitzer
von Gütern in Egr auf, so vor allem im Spital-Güterberain von 1408-14:
BSp 3: „an hern Grymme gut von Grünenberg; 1425: an Herrn Wilhelm von

Grünenberg Gut____uf der von Grünenberg Matten; 1436: Herrn Wilhelms

v. Gr. Gut am Fürbach, war zuvor der Renken; „Neben Grünenberg-Hof",
da Wernlin Kutzer inne ist (1408-14), später „Thürings gut" gen.
Im Jahre 1447 beklagt Wilhelm von Grünenberg, Bürger von Basel, die Stadt
Basel, daß sie im Streite mit Vorderösterreich ihm zu Binzen seinen Wein
genommen und ihm die „Sinen ze Bintzen, ze Visch. und ze Egringen gebrandschatzt
" hätten (Vergeltung der Basler für die Einnahme Rheinfeldens)
(UBdStB 7; 228/10).

1425: Junker Heman von Grinfels (?-wohl-berg) gibt dem Spital 12 ß minder
44 Pf, von dem Lehen von St. Gallen und den Fall (BSp 4).

3. Herwig, ein Basler Bürger, vermacht 1297 dem Stift St. Leonhard zu Basel
eine Spende an die Armen: Früchte seiner Güter zu Egringen: 6 Vzl Spelz (Di)
(Einmalige Erwähnung!).

4. von Hadstatt, ein reich begütertes Adelsgeschlecht am Oberrhein (Stammburg
Hoh-Hattstatt bei Rufach, Ober-Elsaß). Ihren Namen trugen die Güter
in Egr noch lange weiter, nachdem sie ihren Besitz längst schon weitergegeben
hatten:

Wie kompliziert damals die überschneidenden Güterrechte sich verhielten,
zeigt folgende Nennung der „Hadstatt guter", die 1377 von Hans Murnhart
für die Prediger vom Spital gekauft worden sind und von Heman Murnhart
herrührten (Hadstatt-UBEgr I, 16; BStA). Dieser Heman v. M. hatte diese
Güter den Predigern für eine Jahrzeitmesse gestiftet und wurden vom Spital
gefordert. Sie tauchen in der Folgezeit sowohl bei den ersteren wie in den
Spitalberainen auf. Ihre Hofstätte lag im Bereich der heutigen Mühle. Das
Hatstatt-Gut läuft ab 1500 unter dem Namen des Bischofs v. Basel (BPr IIb/
GEg 1) u. a. O.

5. Herr Franz Hagendorns, Vorgassen Gut

Das ritterliche Adelsgeschlecht von Basel entstammt einem Zweig der Freiherren
zu Rhein (O. G., K., K.). Obengenannter Ritter Franz wohnte vielleicht
in „Zwingers Hus", dem „Rothuß", für das er 1408-14 dem Spital 3% ß

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