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Das Markgräflerland: Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur (23.1961, Heft 1, Müllheim Baden)
1961
Seite: 91
(PDF, 52 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/mgl-1961-01/0093
In der Alten-Post-Straße, im Volksmund „Türkei" genannt

Müllheim - die Anfänge der Gemeinde

Von Albert Eisele, Kandern

Bodenfunde deuten darauf hin, daß sich von der Mittelsteinzeit an ununterbrochen
Menschen hier im Räume der heutigen Gemeinde aufhielten. Die bisherigen
Funde aus der Alemannenzeit beweisen, daß damals Menschen hier angesiedelt waren
, denn sie begruben ihre Toten im heutigen Stadtgebiet. Wann und woher die
ersten Menschen kamen, ist schwer zu sagen. Jäger werden es gewesen sein, die zu
Beginn der kalten Zeiten durch die Burgundische Pforte nach Süden zogen und die
in wärmeren Zeiten wieder hierher kamen, wo sie Wasser und "Wald fanden.
„Während des größeren Teiles der Römerzeit ist der Rhein eine Grenze. Es erscheint
bezeichnend, daß er zu einer solchen nicht durch das Wirken seiner Anlieger wird,
sondern durch das Eingreifen einer ortsfremden Macht, die auch anderwärts ihre
Grenzen gern in Flußläufe verlegt. Dieser Vorgang droht das Oberrheingebiet
gerade dort zu spalten, wo seine Lebensader liegt. Die alemannische Besitznahme des
Landes rechts von dem Strom löscht die Spuren der Römerzeit sehr bald und gründlich
aus." Die Alemannen haben bald nach der Mitte des 3. Jahrhunderts ihre
Grenze an den Rhein vorgeschoben. Von hier aus unternahmen sie eine Anzahl
Kriegszüge durch Teile des Römischen Reiches. Amianus Marcellinus weist darauf
hin, daß das Heer Julians im Jahre 357 im Elsaß wohlbestellte alemannische Äcker
antraf; das wieder weist darauf hin, daß hier ein friedlicher Übergang über den
Strom stattgefunden hat. In diesem Jahre 357 besiegte Julian das über den Rhein
einfallende Alemannenheer unter seinem Führer Chnodomar bei Straßburg. Die

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