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Das Markgräflerland: Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur (23.1961, Heft 1, Müllheim Baden)
1961
Seite: 196
(PDF, 52 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/mgl-1961-01/0198
/. P. Hebels „Alte Post" in Müllheim

Überwindung außerordentlicher Schwierigkeiten angelegt. Außer ihnen haben meine
Mutter, Frau Judith, geborene Krafft, geboren 23. März 1811, gestorben 7. September
1894, und der Sohn des ältesten Bruders, Hermann Blankenborn, geboren
11. August 1836, gestorben 5. Dezember 1895, als Nachfolger seines Vaters sich um
das Gut große Verdienste erworben. Ich weihe diesen Stein ihrem Andenken und
hoffe und wünsche, daß ein Gut Blankenhornsberg unserer Familie durch die ernsteste
Arbeit solange erhalten bleiben möge, als es ihr vergönnt ist, auf Gottes herrlicher
Erde zu weilen.

Große Verdienste um das Gut hat sich der Rebmann J. J. Möhsinger, geboren
28. März 1816, gestorben 31. Mai 1880, erworben.

Ehren dem Andenken der Herren und des Dieners.

Professor Dr. Adolph Blankenborn im Dezember 1897."

Auf diesem Rebgut Blankenhornsberg schuf Adolph Blankenborn zur Erprobung
der wissenschaftlichen Forschungen und Ergebnisse seines Instituts eine Versuchsstation
für Traubensorten, in der er europäische und außereuropäische Rebsorten,
insbesondere die amerikanischen Rebsorten, anpflanzte, um sie vor allem auf ihre
Widerstandsfähigkeit gegen die Reblaus und auf ihre Tauglichkeit als Pfropfunterlage
für europäische Rebsorten zu untersuchen. Dazu führte er unter anderem auch
einen regen Briefwechsel mit Friedrich Hecker, dem 48er-Revolutionär, der nach
Amerika ausgewandert war und auf seiner Farm in der Nähe von Belleville (Illinois
) auch Weinbau betrieb und - wie Carl Schurz in seinen Lebenserinnerungen
schreibt - „als Mann von großer Gelehrsamkeit und vielseitigem Wissen eine hohe
Stellung unter den lateinischen Farmern einnahm". Den Briefwechsel mit Hecker
ließ Blankenborn in Buchform drucken. Daraus ist ersichtlich, daß Hecker Rebsamen
verschiedenster Sorten an Blankenborn gesandt hat.

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