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Das Markgräflerland: Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur (31.1969, Heft 2/3)
1969
Seite: 79
(PDF, 16 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/mgl-1969-02-03/0017
Dr Bur im Volch

Us Burebluet isch üser Volch erstände

un Burefliß het gsorgt für s tägli Brot

us dütschem Acker in de dütsche Lande,

dr Bur isch s Herzstuck gsi in Glück un Not.

Mißbrucht, mißachtet vo de andre Stände,

isch er doch Brünnli gsi zuem Lebe spende.

Dr Menschegeist mag nonem Höchste strebe,
er ändret nüt am Gsetz in dr Natur;
die größti Rolle spielt im Völcherlebe
das Somechörnli in dr Hand vom Bur,
un vor em Flug in Weltraum zue de Sterne,
chunnt s tägli Brot un endlos Säihe, Erne.

Wenn üser Volch das Lebensgsetz vernütet,

vergißt im blinde, mammonhöVge Wahn,

was Buredosi für e Staat bedütet,

se got s e uheilvolli, schlimmi Bahn;

an ihrem End stoht unfehlbar Verderbe,

mit üsem Stand würd üser Volch au sterbe.

E. Niefenthaler

Von der Entwicklung des Weinbaus im Markgräflerland

Von Hermann Muser
Einleitung

In den Weinbaugemeinden des Markgräflerlandes werden heute etwa 12—15°/o
der verfügbaren landwirtschaftlichen Nutzfläche als Rebland bewirtschaftet mit
einer Produktion, deren Wert etwa 50°/o des Wertes der gesamten landwirtschaftlichen
Produktion in diesen Gemeinden beträgt. In der allgemeinen wirtschaftlichen
Entwicklung der Nachkriegszeit hat damit der Weinbau, als Betriebszweig
der landwirtschaftlichen Betriebe, mit dem Wein als wichtigstes Verkaufsprodukt
eine besondere Bedeutung erlangt. Zur Erfüllung der Anforderungen, die heute
allgemein an die Landwirtschaft und im speziellen auch an den Weinbau als
Sonderkultur gestellt werden, ist dieser in verhältnismäßig kurzer Zeit mit sehr
erheblichen Aufwendungen, nahezu in allen Rebgewannen des Markgräflerlandes,
mit einer wesentlichen Verbesserung der Besitzstruktur neu eingerichtet worden.
Mit neuen Wegen und geradlinig nüchternen Rebparzellen an Stelle des alten
Zustandes mit Hecken, Rainen und verwinkelten Rebgrundstücken waren damit
manche Veränderungen der Reblagen im Landschaftsbild unserer Heimat verbunden
, gegen die, in Erinnerung an die gewohnten Verhältnisse manche Bedenken
bestanden. Eine Betrachtung der Geschichte des Weinbaus zeigt uns jedoch, daß
dieser immer wieder den zeitbedingten Umständen angepaßt werden mußte. Wenn
dabei, auch für diesen Fall die Geschichte als Lehrmeisterin zu betrachten ist, und

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