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Das Markgräflerland: Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur (58.1996, Heft 2)
1996
Seite: 74
(PDF, 35 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/mgl-1996-02/0076
Fünf kritische Bemerkunsen

er

zum sogenannten Belchen-System

Rudolf Moosbrugger-Leu

Fast schon epidemisch hat sich die Kunde vom sogenannten Belchen-System im
Dreiländer-Eck rund um das Basler Rheinknie ausgebreitet und beginnt sich in
zunehmendem Maß selber zu mystifizieren. Den sachlichen Kern bildet das Bel-
chen-Dreieck, wie es W. Eichin '' entworfen und A. Bohnert berechnet, M. Feld-
ges :' unkritisch aufgegriffen und R. d*Aujourd"hui M es ausgeweitet haben. An
kritischen Gegenstimmen hat es nicht gemangelt; die Einwände von W. Werth41
wurden nicht für voll genommen.

Den Angelpunkt des Belchen-Dreiecks bildet der Ballon d"Alsace bei Thann
(Abb. 1). In ihm will man den Drehpunkt eines keltischen Kalender-Systems
erkennen. Von diesem Standort aus sollen die Druiden, die keltischen Priester.

Abb.]: R. dAujourd'hui - übernimmt hier das von Emhin/Bohnert aufgestellte Belchen-System. Der zentrale
Punkt ist der Ballon d'AIsace. Die Visierlinien zum Petit Ballon uiui zur Belchenßuh - hier falschlich als
Schweizer Belchen eingetragen - sollen die Sommer- und Winter-Sonnenw enden markieren.
Ferner wird noch von zwei rechten Winkeln geredet, wobei die Yisierlinie von der Belchenßuh zum
Badischen Belchen zugleich auch die Nord/Süd-Achse festlege. Was hier als rechte Winkel deklariert
wird'- ', mißt im einen Fall 86°43'. im andern 87°48'. Die vermeintliche Norti/Süd-Achse geht um Grade
neben dem Pol vorbei. Die Tag/Nacht-Gleiche ist zudem nicht der 21. September, sondern der 23. Welche
Differenzen zwischen diesen beiden Daten liegen, ist au f dem Sala-Panorama (Abb. 2) abzulesen.

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