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Das Markgräflerland: Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur (60.1998, Heft 1)
1998
Seite: 5
(PDF, 34 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/mgl-1998-01/0007
Münstertal

Arno Herbener

Eingerahmt vom Beichenmassiv und den Ausläufern des Schauinslands, liegt
das weitverzweigte, langgezogene Münstertal mit der gleichnamigen Gemeinde,
die 1971 durch den Zusammenschluß der ehemals selbständigen Ortschaften Un-
termünstertal und Obermünstertal entstand.

Mit 6776 Hektar Fläche, davon 4345 Hektar Wald, ist Münstertal eine der
flächengrößten und waldreichsten Gemeinden des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald
. Von früher Zeit an spielte das Tal. als Bergbaurevier mit reichen
Silbervorkommen, eine wichtige Rolle, die schließlich zur Gründung der Stadt
Münster führte. Diese Stadt, die dem Tal und der heutigen Gemeinde den Namen
gab. ist längst aus der Geschichte verschwunden. Jedoch zeigen die umfangreichen
Ausgrabungen in den letzten Jahren und die Ergebnisse der Forschungsarbeiten
, wie bedeutend die Stadt einstmals war.

Heute erfreut sich das etwa 5000 Einwohner zählende Münstertal, als staatlich
anerkannter Luftkurort und Wanderparadies, großer Beliebtheit. Im "Tal der hundert
Täler", so nennt man das Münstertal wegen seiner vielen Seitentäler, bietet
ein weites Wegenetz unerschöpfliche Wandermöglichkeiten, von den flachen Talauen
bis zum steil aufsteigenden Belchengipfel (1414 m). Die herrliche Landschaft
, die reine Luft, die vielen Ausflugsmöglichkeiten, auch ins benachbarte
Elsaß und in die nahe Schweiz, und eine gut ausgebaute Gastronomie sind Grund
für das stete Wachstum des Fremdenverkehrs.

Jahrhundertelang war der Bergbau, neben der Landwirtschaft und der Forstwirtschaft
, die wichtigste Erwerbsquelle der Münstertäler. Nach dem mittelalterlichen
Silberabbau förderte man im 18. und 19. Jh. Kupfererz und Blei, in unserem
Jahrhundert Schwerspat und Flußspat. Doch 1958 wurde der Münstertäler Bergbau
wegen Unrentabilität eingestellt.

Die meisten Erwerbstätigen der heutigen Gemeinde sind größtenteils im produzierenden
Gewerbe ( 40 %) und im Bereich Dienstleistung / Handel / Verkehr
(45 %) tätig. Dabei liegt die Zahl der Berufspendler (vorwiegend nach
Staufen und Freiburg) mit etwa 1500 Personen 12 mal höher als die der Ein-
pendler.

Die Geschichte des Tales ist untrennbar mit der Gründung und Entfaltung
des Benediktinerklosters St. Trudpert verknüpft, das am Eingang zum Obertal
majestätisch auf einer Anhöhe liegt und heute noch das Bild der Tallandschaft
prägt. Seine Geschichte beginnt im 7. Jh.. dauert zunächst bis zur Säkularisation
von 1806 und wird seit 1918 von den "Schwestern vom Heiligen Joseph"
fortgesetzt.

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