Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 4688,fm
Das Markgräflerland: Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur (60.1998, Heft 1)
1998
Seite: 51
(PDF, 34 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/mgl-1998-01/0053
Es ist anzunehmen, daß dieses von Grenzach aus durchgeführte Unternehmen
unter dem Kommando Müllers stand.

Nach dem Scheitern des Aufstandes wurde unser Ort zeitweise von badischen
und württembergischen Truppen besetzt, wie aus den Aufzeichnungen des Vogts
Johannes Hartmann zu entnehmen ist. In seinem Hausbuch, das sich heute im
Besitz von Dr. Albert und Marianne Hartmann befindet, vermerkt er nämlich bei
sich folgende Zwangseinquartierungen:

14. Mai Ein badischer Dragoner drei Tage

20. Mai Zwei württembergische Infanteristen acht Tage

28. Mai Ein württembergischer Infanterist einige Tage (S. 97)

Sicher ist Friedrich Müller nach der Niederlage in die Schweiz geflüchtet, denn
beim Ausbruch der zweiten badischen Erhebung gehörte er dem engsten Kreis um
Gustav Struve an. Als dieser am 21. September 1848 dann - von Riehen kommend
- in Lörrach die "Deutsche Republik" ausrief, wurde Müller sogar Mitglied
der "Provisorischen Regierung".

Über eine interessante Begebenheit, die sich am Vorabend des sogenannten
"Struve-Putsches" zugetragen hat. berichtet Friedrich Neff in seiner Darstellung
dieses Aufstandes.10'Danach traf er zufällig den "Bürger Müller von Grenzach",
wobei nicht klar wird, ob dies in Basel oder Riehen geschehen ist. Als er ihn dabei
zu einer Bürgschaft über 440 Gulden für bestellte Waffen überreden wollte, konn-

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