Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 4688,fm
Das Markgräflerland: Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur (60.1998, Heft 1)
1998
Seite: 142
(PDF, 34 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/mgl-1998-01/0144
Die Römerbrücke bei Kembs

Kontroverse um ein antikes Bauwerk

Bernard Hilfiger

Eine alte Geschichte

Nur wenige Ortschaften des benachbarten Elsaß können sich, wie das am östlichen
Ausläufer des Sundgaus auf der niederen Rheinterrasse eingenistete Dorf
Kembs, auf eine bis in die Frühzeit zurückreichende, kaum unterbrochene Geschichte
berufen.

Im Herzen des alemannischen Großraums kann der Ort mit Stolz auf seine mehr
als 2000 jährige, abwechslungsreiche, bisweilen auch dramatische Vergangenheit
zurückblicken, wobei die Tumuli im nahen Hardtwald beredte Zeugen einer ersten
frühgeschichtlichen Besiedlung der Gegend sind.

Vom ausgehenden Mittelalter bis ins 19. Jh. allgemein als „Großkembs*' bezeichnet
- im Gegensatz zu seinem jenseits des Rheins gelegenen Nachbarn Klein-
kems - führte das Dorf dieses Prädikat zwar nicht unbedingt wegen ..großer"
Geschichte, deren es sich rühmen möchte: verloren zwischen Hardtwald und
Rhein, während Jahrhunderten vom Basler Krummstab und vom dortigen Kloster
Sankt Alban abhängig und beherrscht, verlief der Alltag des bescheidenen Dorfes
Kembs und seiner bäuerlichen Bevölkerung ohne viel Aufhebens im ruhigen
Rhythmus der Jahreszeiten und der Abgaben des Zehnts samt Fastnachtshühnern
nach Basel...

Dennoch findet heute der Geschichtsforscher im Archiv oder an sonstigen Quellen
ein reichhaltiges Angebot an ehrwürdigen Zeugnissen und Urkunden aus vergangener
Zeit, welche ihn bis ins frühe Mittelalter zurückführen.

Was die Antike anbelangt - die Zeit der römischen Besetzung bis ins 4. Jh. also -
so nimmt dieser, für Kembs erst in letzter Zeit gründlich erforschte Abschnitt eine
Sonderstellung ein. denn nur durch die großzügigen Ausgrabungen der letzten
Jahre wurde man sich der Bedeutung von Siedlung und Kastell im römischen
Verteidigungssystem des Drusus längs des Rheins bewußt.

In diesen letzteren Zeitabschnitt fällt auch die folgende Abhandlung über die im
Jahre 1950 entdeckten Überreste einer Brücke aus jener Zeit. Ein Beitrag, der
eigentlich bloß ein Versuch sein soll - wenn auch ohne einhellige Zustimmung der
Historiker - eine fast 50 jährige, nahezu vergessene Kontroverse wieder ans Licht
zu bringen, vielleicht auch zu klären: Rheinbrücke oder nicht?

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