Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 4688,fm
Das Markgräflerland: Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur (67.2005, Heft 1)
2005
Seite: 83
(PDF, 26 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/mgl-2005-01/0085
Die von Kirchner gesetzten Impulse ermöglichten Scherer einen neuen Zugang
zu dem Mann-Frau-Motiv. Schon lange nahm die existenzielle Begegnung von
Mann und Frau einen großen Stellenwert ein. Kirchners frühere Skulptur hatte
Scherer eine neue Ausdrucksebene offenbart. Bei Kirchner hingegen fand die
Thematik im plastischen Werk geringere Beachtung. Dies zeigt, dass sich Scherer
gezielt mit denjenigen .Jdrchnerschen" Elementen beschäftigt hatte, welche ihm
für eine differenzierte Darstellung seiner Anliegen hilfreich waren. Während der
kurzen Zeit seines skulpturalen Schaffens war die Beziehung zwischen Mann und
Frau immer wieder ausschlaggebend für eine künstlerische Auseinandersetzung.

Scherers plastisches Schaffen der Jahre 1924 bis 1926 macht deutlich, dass zwei
Motiven eine herausragende Sonderstellung zukommt: dem bereits vorgestellten
Liebespaar und der Mutter mit ihrem Kind. Schon vor der Begegnung mit Kirchner
hatte Scherer diese beiden Themenbereiche in Zeichnungen und plastischen
Entwürfen bearbeitet. In der Holzskulptur ..Das kleine Mädchen" setzte er seine
Auseinandersetzung mit den für ihn als Menschen und Künstler existenziellen und
maßgebenden Inhalten fort.

Abb. 11: Hennann Scherer
Das kleine Mädchen.

Ane bemalt. 76 x 38 x 40,5 cm (1924/25).

Es muss immer wieder betont werden, dass sich in Scherers Skulpturen dessen
eigenständiges Konzept manifestiert, welches er mit Kirchners Anregungen zu
einem künstlerischen Höhepunkt komplettiert hatte. Scherer beschäftigte sich
durchweg mit seinen eigenen inhaltlichen Anliegen und fand eine authentische
Ausdrucksweise, welche sich merklich v on Kirchners unterschied.

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