Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 4688,fm
Das Markgräflerland: Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur (67.2005, Heft 1)
2005
Seite: 91
(PDF, 26 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/mgl-2005-01/0093
Erinnerungen von Gertrud Dreher

(geschrieben im Sommer 2003)

Gertrud Dreher blickt in ihrem 90. Lebensjahr auf ein Leben zurück, während
dessen Ablauf sich im bäuerlichen Leben eine gewaltige Umwandlung vollzog.
Sie ist in dem landwirtschaftlichen Betrieb der Bärenfelser-Mühle zu Wittlingen
aufgewachsen, der gekennzeichnet war durch eine große Familie mit Dienstpersonal
und den früher üblichen vielseitigen Bereichen der Landwirtschaft, wo noch
fast alles in Handarbeit geschah. Sie beschreibt den Wandel, der sich vor und nach
dem 2. Weltkrieg auf dem Feld, in Haus und Hof und der Familie vollzog, anschaulich
aus ihrem Blickwinkel.

Einleitung

Nun bin ich schon 89 Jahre, eine lanse Zeit, auf dieser bucklisen Welt. In die-
ser Zeit hat sich sehr viel verändert. Meine frühesten Erinnerungen reichen in den
1.Weltkrieg zurück. Da waren die Mutter und eine ältere Schwester. Der ältere
Bruder war viel weg. denn er ging aufs Gymnasium in Lörrach. Außerdem gab es
noch die russischen Kriegsgefangenen Iwan und Jakob. Jobbi. den Meisterknecht,
einen Müller und ein Hausmädchen. Dass dazu noch der Vater gehörte, wusste ich
nicht. Er war im Krieg und blieb mir daher lange fremd. Die Eltern betrieben eine
für die hiesigen Verhältnisse umfangreiche Landwirtschaft und eine Mühle. Es gab
noch keine Maschinen, daher die vielen Menschen: Arbeit war immer zu viel und
Geld zu wenis da.

Gertrud Dreher

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