Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 4688,fm
Das Markgräflerland: Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur (67.2005, Heft 1)
2005
Seite: 115
(PDF, 26 MB)
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scher Seite war vor allem beabsichtigt, den Strom als Grenzlinie zu verteidigen,
während Marschall Villars vor allem die Rheinlinie erobern wollte, um über die
Schwarzwaldpässe ins Reichsinnere vorzudringen zur Armee des Bayern.?l Als die
Kämpfe 1701 in Oberitalien begannen, befand sich die Stadt durch die vorangegangenen
Kriege in einem ausgesprochen schlechten Zustand. Noch immer war
kein Rathaus erbaut worden, da es an Geld fehlte. Dabei war schon vor 22 Jahren
mit dem Wiederaufbau der Stadt begonnen worden. Aber was konnten schon 64
Bürger. 4 Witwen und 6 Hintersassen - etwa 280 Personen um 1700 - leisten?4'
Vor dem 30jährigen Krieg waren es noch etwa dreimal so viele gewesen.

Kaiser Leopold I. und der Oberrhein

Der österreichische Kaiser Leopold I. nach
einem Kupferstich aus dem Jahre 1676. Es
interessierte ihn mehr, Mailand ZU erobern,
das zur spanischen Krone gehörte.

Repro: Winfried Studer

Kaiser Leopold kannte Süddeutschland
und die Stadt Neuenburg nur aus den Briefen
des Markgrafen von Baden, in denen
ihm zuerst die mangelnde Befestigung,
dann die Einnahme der ..kleinen Stadt"
am Rhein mitgeteilt wurde. Leopold reiste
insgesamt nur sechsmal ins Reichsinnere
, jedoch nie an den Oberrhein. wurde
aber über die Kriegsereignisse immer
bestens informiert durch die Briefe seines
kommandierenden Generals. So wusste
er auch, dass der Markgraf die zwei Festungen
Freiburg und Breisach sich selbst
überlassen musste. da er keine Leute zur
Verteidigung hatte. Zwar wollte der Kaiser
Wien hier am Oberrhein und in den Pässen
des Schwarzwalds gegen die Franzosen
verteidigen, aber die vorderösterreichischen
Städte waren schließlich weit von
seinem Regierungssitz entfernt. Ihn interessierte
viel mehr, in Oberitalien das zur
spanischen Krone gehörende Mailand zu erobern. Die Kassen waren außerdem
so leer, dass sogar die Soldaten der kaiserlichen Armee am Oberrhein oft tagelang
ohne Brot waren und nur Rüben zum Essen hatten. Zusätzliche militärische
Hilfe für die vorderösterreichischen Gebiete konnte der ..Türkenlouis" von
ihm also nicht erwarten.

Wer war dieser Leopold L, der unter großen Schwierigkeiten die Kaiserkrone
für die Habsburger erringen konnte? Vom Aussehen her war Leopold ein kleiner
und eher hässlicher Mann mit der typisch habsburgischen Unterlippe, fleißig.

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