Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 4688,fm
Das Markgräflerland: Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur (67.2005, Heft 1)
2005
Seite: 119
(PDF, 26 MB)
Bibliographische Information
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Regionalia

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/mgl-2005-01/0121
Inzwischen hatte Villars General de Laubanie101 mit der Einnahme der Stadt beauftragt
und ihn mit 2000 Mann und zwei Dragoner-Regimentern nach Neuenburg
geschickt. Außerdem sandte er noch Schiffe und Schiffsbrücken dorthin, denn
dieser Rheinübergang war ihm aus militärischen Gründen außerordentlich wichtig,
wie er dem Kriegsminister mitteilte. Und wie ging nun der Überfall auf die ahnungslose
Stadt vor sich? Es liegen gleich mehrere Berichte darüber vor. wie die
- erst halbfertige - Festung eingenommen wurde."1

Die erste Version, dass ein Neuenburger Bürger den Feinden beim Gasthaus
Schlüssel das Tor geöffnet und sie hereingelassen habe, ist wohl auszuschließen.
Die zweite und wahrscheinlichste Version geht aus einem im August 1704 angefertigten
französischen Bericht an den Kriegsminister Chamillart hervor. Der Schreiber
erwähnt darin, dass er das Glück hatte, bei der Eroberung dabei gewesen zu
sein und alles aus nächster Nähe beobachtet zu haben. Da er seinen Bericht nicht
unterschrieb, kennen wir seinen Namen nicht. Vielleicht gehörte er schon zu dem
Trupp französischer Soldaten, die von der Insel ..Münstergrün" aus versuchten, die
Befestigungsarbeiten zu stören. Das Breisacher Tor war inzwischen verstärkt und
mit Palisaden bewehrt worden, man hatte auch zwei Batterien in Richtung Elsass
aufgestellt, aber das Müllheimer Tor war erst ungenügend gesichert, zumal man in
der Stadt nicht damit rechnete, von dort her angegriffen zu werden.12' Man hatte es

.4/7/7. 3: Zustand der Festung Neuenbürg um 1702. Das auf Abb. 1 noch vorhandene Münster f Mitte,
unten) ist bereits vom Rhein zerstört. Unter „D ist das verfallene thor. so aufgeräumt werden soll: e ist
das ander thor." Unter „a ist die angeffangen arbeith. alwo der feindt gleich gegenüber ein tranchee
[Lau fgraben] gemacht und immerdar auf die arbeither feuert ". Eine ähnliche Bemerkung unter F und
B: „seindt die TWey Eck, alwo der feindt continuierlich feuert und unser arbeith suchet zu verhindern"

lGLAHfiBd.IVNr.35).

119


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/mgl-2005-01/0121