UB Freiburg, H 519,m
Die Ortenau: Zeitschrift des Historischen Vereins für Mittelbaden
31. Heft.1951
Seite: 67
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hauptsächlicher Rücksicht, in den fürsten-
bergischen Landen mehrere Verdienste sich
zu erwerben, den annehmlichen Vorschlag
getan, zwei nach heiligendem Riß in der
Kartäuserkirch bei Freiburg befindliche und
von ihme erst vor drei Jahren verfertigte
Altäre von besonders schönem Gipsmarmor
um einen sehr geringen Preis, mit Ausschluß
jedoch der Transportskösten, an-
hero zu liefern und solche auch ohne weitere
Kosten in allhiesiger Pfarrkirche aufzurichten
, da besagte Altäre akkurat das
Mäß von den beiden abgängigen Seitenaltären
hätten und nur der willkürlichen
Abänderung der Altarblätter, worauf einige
Heilige des Kartäuserordens en bas relief
von Gips angebracht, mit geringen Kosten
unterworfen wären.

Bevor man einen Akkord mit ermeldtem
Stokkator abgeschlossen, hat der Stabhalter
Joseph Fehrenbach dahier gelegentlich
bei einer nach Freiburg gemachten Reise
beide Altäre in Augenschein genommen
und gefunden, daß diese Altäre so wie
neu zu betrachten und der angerühmten
Schönheit vollkommen entsprechen, so daß
derselbe hierauf auf Ratifikation mit mehr-
ersagtem Stokkator einen Akkord dahin
abgeschlossen, daß derselbe bemeldte Altäre
um 300 Gulden, jedoch mit Ausnahm
der Transportskösten, hieher ohnschadhaft
zu überliefern und, bei allenfälliger Ruinierung
dieses oder jenes Teils, solchen wieder
ohnentgeldlich zu reparieren, sowie
auch die Altäre selbst auf gleiche Art aufzurichten
verbunden sein solle.

Um diese der Kirche vorteilhafte Gelegenheit zu benutzen und nicht aushanden-
gehen zu lassen — da außerdeme dergleichen Altäre unter 700 Gulden neuer
nicht würden hergestellt werden — hat die allhiesige Stadt sich rühmlich entschlossen
, den einten Altar, ihrem Stadtpatron dem hl. Sebastian gewidmet, auf
ihre Kosten mit 150 Gulden zu übernehmen. Für den Rosenkranz- oder Bruderschaftsaltar
hingegen ist ein Depositum von ebenfalls 150 Gulden vorhanden, das
vor einigen Jahren hierzu schon gewidmet war. Nur einzig kommet es auf die
Transportskösten an, die in Anschlag genommen auf 40 Gulden sich belaufen
dörften. Da aber die Gemeind Hofstetten ein Filial zu hiesiger Pfarr ist, so könnte
diese zu Herbeiführung dieser Altäre in der Kirchenfron, wozu vier Wägen hinlänglich
wären, wohl angehalten und die hiesige Stadt hievon überhoben werden,
als sie zu der allhiesig neuen Pfarrkirch eine ansehnliche Geldsumme bekannterdingen
schon verwendet hat."

Auch die Kosten der Umgestaltung der Altäre übernahm die Stadt. Auf dem
Ratstag am 17. Februar 1786 wurde „mit dem Maler von Rottenburg nämlich Herr
Johannes Herrmann in Betreff zweier Altarblätter, deren das einte Modell der
Rosenkranzbruderschaft mit der Muttergottes, Domenico und Katharina Senensis,

Haslach. Skizze des Altars des
Mayßburger".

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