UB Freiburg, H 519,m
Die Ortenau: Zeitschrift des Historischen Vereins für Mittelbaden
36. Heft.1956
Seite: 116
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liefen sich die Gesamtkosten auf 39 865 Gulden. Amtmann Schubert
behauptete jedoch in einem Schreiben an die Herrschaft, daß die
Baukosten um 8000 Gulden niederer seien, da Schuck viel Baumaterial
selbst und infolgedessen sehr billig hergestellt habe. Am
6. Mai 1863 starb Jakob Schuck im Alter von 60 Jahren. Sein Sohn
bewirtschaftete das Hofgut noch zwei Jahre. Im November 1865 zog
ein neuer Pächter auf.

Zunächst hieß das Hofgut „Rittenenhof". Seit April 1862 trägt es
den Namen „Marienhof", und zwar nach der Gattin des Freiherrn
Georg Arbogast von Franckenstein, Maria geb. Oettingen-Waller-
stein. Seit zwei Jahrzehnten steht es im Eigenbetrieb der Herrschaft
und hat heute einen Umfang von 70 Hektar.

Quellen: Akten des freiherrlich zu Franckensteinsdien Archivs Oflenburg.

Die Freiherren von Neveu und deren Familienarchiv
in Durbach-Hespengrund

Von Otto K ä h n i

In üurbach, Ortsteil Hespengrund, auf halber Höhe über der Talmulde
gegenüber dem Schloß Stauffenberg, liegt, von einem mächtigen
Rebberg überragt, das Stammgut des Freiherrn von Neveu. Das
Herrenhaus, ein stattlicher Bau aus dem letzten Jahrhundert, beherbergt
das Familienarchiv. Die Archivalien, die in den letzten Monaten
geordnet und verzeichnet worden sind, berichten von der
reichen Geschichte dieser Familie. Wie der Name verrät, ist sie
französischer Herkunft, aber seit drei Jahrhunderten in der Ortenau
ansässig. In dieser Zeit hat das Geschlecht unserer Heimat eine stattliche
Reihe großer Persönlichkeiten geschenkt, die im politischen,
militärischen und kirchlichen Leben führend hervorgetreten sind.

Der Ahnherr, Charles Neveu de la Folie, mit dem das Geschlecht
zum ersten Male in der Ortenau auftritt, steht in hellem Lichte vor
uns. Er stammte aus der Provinz A n j o u. Der Hintergrund, vor dem
sein Leben ablä"uft, war die Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Er war
ein echter Söldnerführer und wurde von der Gestalt des grofien
Schwedenkönigs mächtig angezogen. Frankreich hatte sich mit ihm

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