UB Freiburg, H 519,m
Die Ortenau: Zeitschrift des Historischen Vereins für Mittelbaden
45. Jahresband.1965
Seite: 159
(PDF, 62 MB)
Bibliographische Information
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Regionalia

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/ortenau1965/0162
Der Maler vom Kreuzberg

Gehört Konrad Schmider
der Vergessenheit an?

von Kurt Klein

Kunst- und Kirdienmaler Konrad Schmider,
1859—1898, Selbstbildnis 1883.

Im Jahre 1883 konnte man im damaligen Städtchen Husen einem Mann begegnen
, der sich in seiner äußeren Erscheinung merklich von den anderen Bürgern
in Hausach unterschied. Seine feinen, jugendlichen Gesichtszüge, sein welliges,
nach hinten wallendes Haar ließen gleich vermuten, daß er nicht an grobe Arbeit
gewöhnt war. Wenn er auch kein Hausacher war, so kannte man ihn doch in den
Straßen und Gassen unter der Burg Husen, kam er doch immer wieder zu Besuch,
um bei ,,s' kleine Becke", dem heutigen Textilhaus Leib, einzukehren. In diesem
Jahre aber blieb der Gast etwas länger als gewöhnlich im Städtchen. Fast täglich
stieg er auf den Kreuzberg, um in der dortigen, weitbekannten Wallfahrtskapelle
für Stunden zu verweilen. Wer dann gerade als Beter, Wanderer oder als Neugieriger
in das Gotteshaus trat, war Zeuge, wie von Künstlerhand ein Bild
gemalt wurde, das seinen zukünftigen Platz auf dem Hochaltar haben sollte. Noch
heute, nachdem Jahrzehnte vergangen sind, steht jeder Besucher der Kreuzbergkapelle
ergriffen vor diesem Kreuzigungsbild, das in jenem Jahr von Konrad
Schmider geschaffen wurde. Auch die beiden Opferungsbilder auf den Seitenaltären
sind das Werk seiner Hände.

Leider hat ihn die Zeit schnell vergessen, auch in den Aufzeichnungen über
die badischen Maler jener Zeit suchen wir vergeblich nach seinem Namen. Hätte
er nur das Bild auf dem Hochaltar der Kreuzbergkapelle gemalt, so würden wir
uns darüber nicht wundern. Um seine volle Größe als Kunstmaler zu erfahren,
müssen wir die Hausacher Gemarkung verlassen und in nachbarlichen Kirchen

159


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/ortenau1965/0162