UB Freiburg, H 519,m
Die Ortenau: Zeitschrift des Historischen Vereins für Mittelbaden
60. Jahresband.1980
Seite: 342
(PDF, 71 MB)
Bibliographische Information
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Regionalia

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/ortenau1980/0344
Kleine Beiträge

Bodenfunde in Altenheim vom Frühjahr 1979 bis heute

Im Frühjahr 1979 wurde südlich des Dorfes ein Steinbeil gefunden. Nach
Form und Material ist es der Michelsberger Kultur um 3000 v. Chr. zuzuordnen
.

Nicht weit vom Fundort des Steinbeiles entfernt wurden Siedlungsspuren aus
der Zeit um 200 n. Chr. entdeckt. Die gefundenen Scherben und Ziegel lassen
auf eine Besiedlung durch romanisierte Gallier schließen. Auffallend ist die
Lage der Siedlung, sie liegt direkt am Rand der Niederterrasse zur Rheinniederung
hin. Bisher wurden keine derartigen Spuren in unserer Gegend so nah am
Rhein gefunden.

Nordwestlich vom Dorf, in der Nähe des Mühlbachs fand man zwischen mittelalterlichen
Siedlungsspuren auch Scherben von Terra Sigillata, unter anderem
ein Bodenstück mit dem Namenszeichen des Herstellers „OF.CALVI".
Dieser Calvi wirkte um 80 n. Chr. in Südgallien.

Östlich vom Dorf lassen die Funde von Gefäßscherben, Eisenschlacke sowie
ein heute verschwundenes, nicht näher beschriebenes Schwert auf eine frühe
Besiedlung schließen. Thomas lieh

Der Wochengötterstein von Sasbach bei Achern

Dem Besitzer eines alten abbruchreifen Wohnhauses in Sasbach bei Achern
fiel 1971 auf, daß der Balken, der das Obergeschoß seines Hauses an der Vorderfront
trägt, auf einem Stein steht, der mit Figuren geschmückt ist. Er legte
ihn frei, und beigezogene Fachleute stellten fest, daß es sich um einen römischen
Wochengötterstein aus dem Anfang des 3. Jahrhunderts nach Christus
handelt.

Der Stein, aus gelblichem Sandstein bestehend, hat als Grundriß ein regelmäßiges
Achteck und ist ungefähr 0,60 m hoch. Im Laufe der Zeit hat er allerdings
schwere Schäden erlitten. Vor wohl noch nicht allzulanger Zeit wurde

342


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/ortenau1980/0344