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Die Ortenau: Zeitschrift des Historischen Vereins für Mittelbaden
65. Jahresband.1985
Seite: 45
(PDF, 87 MB)
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3. An der Römerstraße bei Appenweier wurde beim Ausheben einer Baugrube ein spätneolithi-
sches Steinbeil aus Kalkstein gefunden und konnte durch Richard Föll aus Appenweier geborgen
werden.

Steinbeil aus Appenweier
Zeichnung: Wolfgang Peter

4. Im Gewann „Trollengärtle" von Meißenheim (DG 7512.16) wurde von Georg Kleis aus Meißenheim
eine große Bodenerhöhung mit über 50 m Durchmesser und ein kleinerer Hügel festgestellt
, bei denen es sich um Grabhügel handeln dürfte.

5. Gleichfalls um einen Grabhügel dürfte es sich bei dem von Klaus Bosch aus Ringsheim nördlich
von Ringsheim festgestellten Hügel mit einem Durchmesser von ca. 40 m handeln (Gewann
„Grün", DG 7712.17).

6. Unweit der Feldkirche St. Andreas, der frühmittelalterlichen Siedlung Altenmahlberg (DG
7712.5) konnte Josef Naudascher aus Mahlberg einen flachen Hügel feststellen. Es dürfte sich um
einen Grabhügel handeln, ebenso wie ein ähnlicher Hügel am nördlichen Ausgang von Mahlberg
im Gewann „Rittpfad" (DG 7712.5).

7. Im Gewann „Auf der Hub" von Meißenheim (DG 7512.16) konnte W. Peter nach langjährigen
Beobachtungen von zwei flachen Erhebungen im abfallenden Gelände mehrere hallstattzeitliche
Scherben auffinden. Es handelt sich vermutlich um zwei weitere Grabhügel in der Nähe des bekannten
Grabhügels von Meißenheim. Herr Dr. Struck vom Landesdenkmalsamt Freiburg hat
bei einer Begehung mit Mitarbeitern in unmittelbarer Nähe dieses Grabhügels bereits zwei weitere
Grabhügel im Wald festgestellt.

8. Westlich des Leimbaches (DG 7613.14) im Gewann „Langenhälden" wurde von J. Naudascher
ein Grabhügel festgestellt. Bei Begehungen wurden Scherben und Bronzereste gefunden. Eine
Sondierungsgrabung erbrachte jedoch keine weiteren Befunde.

Römerzeit

9. Auf der Brandsteig über Schiltach an der bekannten Römerstraße Oberes Kinzigtal — Kastell
Waldmössingen hat Hubert Kiefer aus Wolfach auf Hinweise des Mitarbeiters Prof. Dr. Pfefferle
den Kopf einer beinahe lebensgroßen Merkurstatue gefunden. Bei weiteren Nachforschungen
konnte auch der schon länger gefundene Torso der Statue sichergestellt werden.

Im Sommer 1984 konnte hier eine kleinere Grabung unter der Leitung von Prof. Dr. Pfefferle
vorgenommen werden, bei der ein röm. Straßenkörper und eine röm. Wasserleitung angeschnitten
wurde.

10. Westlich des Leimbaches im Gewann „In der Fröchte" (DG 7613.14) konnte J. Naudascher
auf Hinweise durch den Gärtner Schwendemann röm. Mauerreste feststellen. Eine Sondierungsgrabung
des Landesdenkmalsamtes bestätigte diesen Befund; es handelt sich um ein Gebäude aus
der Römerzeit.

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