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Die Ortenau: Zeitschrift des Historischen Vereins für Mittelbaden
65. Jahresband.1985
Seite: 336
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/ortenau1985/0336
Die Überprüfung der neuen Orgel am 22. Oktober 1811 durch Gerstner aus
Offenburg war die erste der vielen Nachprüfungen, womit die mißtrauische
Gemeindeleitung einer etwaigen Überforderung durch Schaxel entgehen wollte.
Letzterer hatte die Auflage, in der folgenden Zeit regelmäßig das Instrument
zu kontrollieren und zu stimmen. Eine eingehendere Prüfung am 26. April
1881 durch Hoforganist und Orgelbauinspektor Barner aus Karlsruhe soll hier
kurz erwähnt werden:

„Ein Werk mit zwei Manualen u. 25 Registern. I. Man. 14 Reg. II. Man.
7 Reg. Pedal 4 Register.

Die Orgel würde ein prächtiges, auf viele Jahre brauchbares Werk werden,
wenn für die vielen schreienden Register einige Achtfuß Register in die Orgel
aufgenommen würden. Es ist unbegreiflich, wie wenig Achtfuß-Register in
einem Werk von 25 Registern enthalten sind und daß so viele Schreiregister
aufgenommen werden konnten.

Es sprechen viele Pfeifen kaum mehr, viele gar nicht mehr an. . .

Der grellen, unbrauchbaren Register sind es so viele, daß wenigstens 6 neue
Achtfußregister in das Werk aufgenommen werden sollten:

1. In das Hauptmanual:

Gambe 8' neu, Flöte 8' sehr stark, Gemshorn 8' und Cornett ganz durchlaufend
.

2. In das II. Manual:

Flöte 8' statt Waldflöte 2', Quintaton 16' statt Mixtur

3. Ins Pedal:

Statt Bombard — sollte Violonbaß 16' aufgenommen werden.

Die Reparatur könnte vielleicht von dem durch die Diözese aufgestellten
Orgelbaumeister ausgeführt werden, welcher sämtliche Orgeln der Diözese zur
jährlichen Stimmung und Instandhaltung erhält"30.

Daraufhin schloß am 12. August 1887 die Gemeinde Altenheim mit dem
Orgelbauer Anton Kiene in Waldkirch einen Vertrag ab „über die regelmäßige
jährliche Unterhaltung und Stimmung der Orgel in der Kirche in Altenheim"
und erneuerte diesen am 27. April 1890. Anläßlich einer Reparatur 1891 wurden
neue Klaviaturen und Pedale eingebaut; bei der anschließenden Prüfung
durch Orgelbaukommissär Barner beurteilte dieser die „Orgel fast wie neu"31.

Im ersten Weltkrieg, am 2. Mai 1917 mußten die Prospektpfeifen der Schaxel-
orgel (aus Zinn) abgeliefert werden, sie wurden nach Kriegsende aus Zink wieder
ersetzt. Im zweiten Weltkrieg, am 3. April 1945 brannte die Weinbrennerkirche
infolge Artilleriebeschusses völlig aus. Ortsvorsteher Georg Wollenbär

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