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Die Ortenau: Zeitschrift des Historischen Vereins für Mittelbaden
65. Jahresband.1985
Seite: 430
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le in der Wirtschaft, in der Kunst, die Lebenseinstellung
, der Lebensrahmen, das geistige
Gerüst. So wird der religiöse Kern jüdischer
Existenz verständlicher. Aus dieser Sicht wird
der Unterschied zum Christentum so gekennzeichnet
: es gibt zwei Welten, die wie sie ist,
und die Welt, die kommt. Religiöse Pflicht des
Juden ist, sich bis dahin fortzupflanzen mit
dem Willen zur Weitergabe bis ans Ende der
Zeiten. Hier liegt der Gegensatz zur christlichen
persönlichen Erlösung für den Einzelmenschen
. Überreste eines Lagers bei Sandweier
, errichtet als Außenlager des elsässischen
Lagers Natzweiler (Struthof), hatten Paul Assall
auf dieses Thema gebracht, Fragen aufgeworfen
, deren Beantwortung hier versucht
wurde. Er wollte dem Judentum näherkommen
. Durch „erinnern, wiederholen, durcharbeiten
" half er, unsere Vergangenheit zu erkennen
.

Carl Helmut Steckner

Kurt Klein, Rund um das Kalenderjahr.
Mit zahlreichen Holzschnitten von Brigitte
Siegmund.

Mörstadt Verlag Kehl 1983, 210 S., 19,80 DM.

Kurt Kleins neuestes Buch breitet den ganzen
weiten Bereich frommen Brauchtums, wie es
sich gerade im Schwarzwald ererbt und entwickelt
hat, aus. Brauchtum ist dort zu Hause,
wo der Mensch die Gesetze seines Lebens der
Natur abgewinnt, wo noch Sonne und Mond
das Jahr in Jahreszeiten gliedern und nicht ein
mechanischer Abreißkalender oder eine elektronische
Quarzuhr das Jahr in Monate und
schnellebige Tage zerpflückt. Brauchtum ist
der tiefste Spiegel der Volksseele.
Mit feinem Gespür um die Verbundenheit von
Volksseele und kirchlicher Tradition erschließt
uns Kurt Klein das Jahr mit seinen zwölf Monaten
, seinen besonderen Festen und Tagen,
die meist sich um die Namenstage der altbekannten
Heiligen ranken. Doch nicht ihr Leben
steht im Vordergrund, sondern jenes alte
Kulturgut, welches das Volk über die Grenzen
des Schwarzwaldes hinaus im Laufe der Jahrhunderte
als Sitte und Brauchtum geformt, gepflegt
und als Vermächtnis hinterlassen hat.
Deshalb will dieses Buch vor allem das Herz
und Gemüt der Leser erfreuen und gewissermaßen
als ein „Brevier des Herzens" jeden
Heimatfreund rund um das Kalenderjahr begleiten
, der sich mit dem volkstümlichen Jahr
noch verbunden fühlt.

M. Hildenbrand

Kurt Klein, Vom Auto auf den Wanderweg
. Über 100 Vorschläge für Autofahrer
zu Rundwanderungen im nördlichen und
mittleren Schwarzwald.

Mörstadt Verlag Kehl 1983, 172 S., 9,— DM

Der neue Wanderführer von Kurt Klein beschreibt
55 Wanderparkplätze und Walderholungsanlagen
zwischen Hornisgrinde und Hü-
nersedel, Schwarzwaldkamm und Vorbergzo-
ne und zeigt dabei zahlreiche Wandermöglichkeiten
auf. „Vom Auto auf den Wanderweg"
ist das dritte Wanderbuch, das aus der Feder
von Kurt Klein in den letzten Jahren erschienen
ist. Wie in „Auf einsamen Pfaden" und in
„Der Hansjakobweg 1" erweist sich Klein
auch hier als überaus kundiger Fachmann, der
über hundert Wandervorschläge für den Autofahrer
erarbeitet. Das neue Wanderbuch ist jedoch
nicht nur ein zuverlässiger Wegweiser für
wele schöne Wanderwege im nördlichen und
mittleren Schwarzwald, sondern auch ein kleines
Heimatbüchlein mit vielen heimatgeschichtlichen
und volkskundlichen Hinweisen
zu Land und Leuten. Klein offenbart sich hier
wieder als profunder Heimatkenner und großer
Landschaftsfreund. Das neue Wanderbuch
ist reich bebildert (über 50 Abbildungen) und
ist mit einer Übersichtskarte von Horst Kölble
versehen.

M. Hildenbrand

Kurt Klein, Der große Hansjakobweg II.
Wanderführer Kinzigtal, Wolftal und
Harmersbach. Mit zahlreichen Aufnahmen
und Reproduktionen des Verfassers
sowie einer Karte von Horst Kölble.

246 Seiten, 14,80 DM, Mörstadt Verlag Kehl
1985.

Als Anfang Juli 1983 der Hansjakobweg II,
der die Täler und Höhen rund um den Bran-
denkopf für den Wanderer erschloß, eröffnet
wurde, war es klar, daß zu diesem reizvollen
und abwechslungsreichen Wanderweg auch ein
entsprechender Führer verfaßt werden mußte.
Soeben ist dieser im Kehler Verlag Mörstadt
erschienen. Sein Autor ist wieder Kurt Klein,
der 1981 auch den Wanderführer für den
Hansjakobweg I verfaßte.
Klein, einer der besten Kenner des Hansjakoblandes
und Mitinitiator der beiden Hansjakobwege
, hat dem 108 Kilometer langen Hansjakobweg
II 246 Seiten gewidmet. Er ist damit
doppelt so lang wie der Hansjakobweg I. Der
„große" Hansjakobweg, wie er auch genannt
wird, führt von Haslach über die Höhen nach

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