UB Freiburg, H 519,m
Die Ortenau: Zeitschrift des Historischen Vereins für Mittelbaden
68. Jahresband.1988
Seite: 556
(PDF, 112 MB)
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Hinweise

Buchbesprechungen

Harald Huber, Wappenbuch des Ortenaukreises

308 Seilen, 187farbige Wappengrafiken, 2 farbigen
Bildtafeln und 2 Landkarten.
Verlag des Südkuriers in Konstanz. 1988
Nach seinen Veröffentlichungen über die Wappen
der Landkreise Waldshut und Lörrach legt
nun der passionierte Heraldiker Harald Huber
in Zusammenarbeit mit einer Anzahl fachkundiger
Autoren das „Wappenbuch Ortenau-
kreis" vor. Das Buch besticht zunächst durch
die gelungene Wiedergabe der farbenfrohen
und aussagekräftigen Wappen der 51 selbständigen
Gemeinden des Ortenaukreises. Tradition
und Heimatgeschichte wird dadurch bewahrt
, daß diese Ausgabe auch die Wappen all
der Gemeinden enthält, die vor der umwälzenden
Gemeindereform ihre eigenen Bürgermeister
hatten, eigenständig waren und nun als
Ortsteile in den größeren Gemeinwesen weiterleben
. Ebenso findet aber der interessierte
Geschichts- und Heimatfreund auch die Wappen
der ehemaligen Landkreise Kehl, Lahr und
Wolfach, die durch die Kreisreform in den
neugeschaffenen Ortenaukreis integriert wurden
. Für den früheren Kreis Offenburg spricht
das heutige Wappen des Ortenaukreises und
für den eingegliederten Bezirk Achern das
Wappen des ehemaligen Landkreises Bühl.
Hervorzuheben ist auch der Vorteil, daß die
Wappen der früheren Herrschergeschlechter
dieser Landschaft vorgestellt werden, um damit
Vergangenes mit dem Heute zu verbinden.
In die Beschreibung der einzelnen Wappen ist
auch die jeweilige Ortsgeschichte mit stichwortartigen
Hinweisen mit einigen wesentlichen
Punkten eingewoben worden. Hier stützt
sich der Verfasser auf bisher bekannte Fakten.
Um auch dem Laien die wesentlichen Kenntnisse
über die Wappenkunde zu vermitteln,
folgen einer allgemeinen geschichtlichen Einführung
noch die aufschlußreichen Ausführungen
über die Heraldik und dann im besonderen
über die Kommunalheraldik und die
Kommunalwappen. Ein Ortsregister erspart
ein langes Suchen. Das abschließende umfangreiche
Quellen- und Literaturverzeichnis ermöglicht
eine vertiefende und umfassendere

Beschäftigung mit den im reichen Maße angerissenen
geschichtlichen Vorgaben in den einzelnen
Wappenbeschreibungen.

Kurt Klein

Hans-Martin Pillin, Geschichte Ottenhofens
Band II. Von der Entstehung der politischen
Gemeinde bis zum Ende des Zweiten
Weltkriegs

Herausgegeben von der Gemeinde Ottenhofen.
1988

Schon 2 Jahre nach Erscheinen des t. Bandes
seiner Geschichte Ottenhofens bringt der Verfasser
den II. Band heraus. Der wieder reich
mit zeitgenössischen Aufnahmen ausgestattete
Band weist die gleichen Vorzüge auf wie der I.
Aus den Akten erarbeitet, durch Befragen
kundiger Ortsbewohner ergänzt und bereichert
durch persönliche Kenntnisse bietet der Band
eine zuverlässige Darstellung der Geschichte
des Ortes von der Entstehung der politischen
Gemeinde bis zum Ende des 2. Weltkriegs.
Dank der eingehenden Behandlung des Stoffes
und der klaren, verständlichen Art der Darstellung
findet der an der Ortsgeschichte Interessierte
alles, worüber er Genaueres wissen will,
Erfreuliches und weniger Angenehmes.
Die politische Gemeinde Ottenhofen ist noch
verhältnismäßig jung und verdankt ihre Entstehung
der Notwendigkeit, nach der Aufhebung
des bischöflich-straßburgischen Gerichts
Cappel-Rodeck einen Ortsmittelpunkt im hinteren
Kapplertal zu schaffen. Ohne Ortskern,
aus kleinen zerstreut an den Berghängen liegenden
Bauernhöfen bestehend, mit vielen
Kindern und geringen Erträgnissen des Bodens
hat sich Ottenhofen zu einem angesehenen
Luftkurort entwickelt mit einer sich stetig ausweitenden
Ortsmitte, mit viel Fremdenverkehr,
mit gesunder Landwirtschaft und einer leistungsfähigen
Holz- und Steinindustrie. Allerdings
waren die ersten Jahrzehnte schwer, besonders
für die kleinen Bergbauern, die kaum
die Ablösungssumme für ihr ehemaliges Erblehen
aufbringen konnten, und dann die Hungerjahre
in den vierziger Jahren, die viele Familien
veranlaßten, in Amerika sich eine neue
Heimat zu suchen, wobei die Auswanderungswilligen
sich das Fahrgeld von der Gemeinde
auszahlen lassen mußten. Doch mit kräftiger
Unterstützung durch die Regierung, durch die
Förderung des Waldbaus und den allmählich
einsetzenden Fremdenverkehr vermehrten sich

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