Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 519,m
Die Ortenau: Zeitschrift des Historischen Vereins für Mittelbaden
69. Jahresband.1989
Seite: 169
(PDF, 111 MB)
Bibliographische Information
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Regionalia

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/ortenau1989/0169
Das Großherzogtum war danach die alleinige Rechtsinstitution. Die Streitigkeiten
wurden beigelegt. Das Großherzogtum Baden bestätigte in einem Urteil
die Rechte des Kommerzienrates Freiherr von Ritz.

Dies war jedoch ohne große Bedeutung, da nach dem neuen Recht die
Steuerhoheit sowieso auf das Großherzogtum überging.

1812 fiel ein Sohn des Freiherrn von Ritz während des Rußlandfeldzuges
1812/13. Darauf verlor Freiherr von Ritz sein Interesse an dem Gut, und er
verkaufte es am 14. April 1818 an den Bierbrauer und Blumenwirt Durban
aus Rheinbischofsheim. Die Gebäude zerfielen. Die Bausteine wurden vermutlich
von den Bürgern von Freistett und Rheinbischofsheim zum Bau
ihrer Häuser verwendet. Heute erinnern nur noch der Gewann-Name „Durbans
Hof und Teile von Grundmauern, die beim Pflügen zu Tage kommen,
an das einstige Rittergut.

Nachzutragen wäre noch, daß das ,,Johannische Rittergut" keinesfalls identisch
ist mit dem ,,Kückhschen Gut" in Freistett (Johannes Beinert unterlag
in seiner „Geschichte des badischen Hanauerlandes unter Berücksichtigung
Kehls, 1909", damals einem Irrtum; Seite 348).

Das ,,Kückhsche Gut" wird erstmals 1600 erwähnt, als es von den Erben
des Daniel von Molsheim an Georg Beuler, markgräflichen Amtmann auf
dem Staufenberg bei Durbach, verkauft wurde. Dieses Gut hatte im Laufe
der Jahrzehnte verschiedene Besitzer.

Am 21. August 1725 ersteigerte es Abraham Mirille aus Straßburg, der
Schwiegervater von Baron Kückh. 1730 erbte Kückh das Gut, das sich von
der Kirche bis zur heutigen B 36 erstreckte. Schon von der Lage her können
beide Güter nicht identisch sein.

Die Besitzer:

l. Besitzer: Wolfswirt Daniel Gesner, Straßburg

1596 — 1616 Junker Daniel von Ebold und Erben

1616 — 1687 Junker Hans Heinrich Hüffel von Windeck und Erben

1687 — 1753 Freiherr von Mundolsheim und Erben

1753 — 1801 Feldmarschall Reichsfreiherr von Dungern

1801 - 1818 Freiherr von Ritz

1818 Bierbrauer und Blumenwirt Durban aus Rheinbischofsheim

Quellen:

GLA 229/29582.
GLA 229/29583.
GLA 229/29584.
GLA 229/29669.
GLA 229/29574.
GLA 233/27235.
GLA 391/11589.

Kirchenbuch der ev. Kirchengemeinde Freistett Band 1, S. 130 u. S. 174.

169


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/ortenau1989/0169