UB Freiburg, H 519,m
Die Ortenau: Zeitschrift des Historischen Vereins für Mittelbaden
77. Jahresband.1997
Seite: 679
(PDF, 127 MB)
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Buchbesprechungen und
Hinweise

Wolfram Angerbauer (Red.), Die Amtsvorsteher
der Oberämter, Bezirksämter
und Landratsämter in Baden-Württemberg
1810 bis 1972. Herausgegeben
von der AG der Kreisarchive beim
Landkreistag Baden-Württemberg. K.
Theiß Verlag Stuttgart 1996, 608 Seiten
. ISBN 3-8062-1213-9.
Die Kreisarchivarinnen und Kreisarchivare
wollten ihrem bisherigen Kollegen und
Vorsitzenden Dr. Franz Götz eine besondere
Freude zu seinem Berufsabschied
machen: Ein Kompendium über die Amtsvorsteher
der Oberämter, Bezirksämter
und Landratsämter. Gleichzeitig wollte
man damit in der Landesgeschichte eine
schmerzlich empfundene Lücke schließen
und andererseits mit diesem Werk eine
Plattform für weitere Arbeiten erweiternder
und fortführender Art bieten.
Ein Jahr hatten die Verfasser(innen) Zeit,
die Kurzbiographien zusammenzutragen.
Dabei blieb es ihnen „überlassen, ihre jeweiligen
Beiträge unter überwiegend engen
personellen Bedingungen mit den
primären Dienstpflichten in einen zeitlichen
Einklang zu bringen." (S. 12).
Für den Bereich des heutigen Ortenau-
kreises mit seinen 14 Vorgängerlandkreisen
, Bezirks- und Oberämtern galt es etwa
85 Kurzbiographien zu erarbeiten. Diese
waren keineswegs alle, da der (die) heutige
Kreisarchivar(in) in der Regel nur diejenigen
Personen zu bearbeiten hatte, die
zuletzt Amtsvorsteher in den betreffenden
Landkreisen und Ämtern waren.
Insgesamt gesehen ist dieses Werk als
Pioniertat positiv zu beurteilen. Es wird
ein klassisches Nachschlagewerk sein, auf
dem aufzubauen ist. Es hat seine Fehler;
dies bleibt unausweichlich. So wurde bei
den Beschreibungen der frühen Oberamtmänner
in Oberkirch die Veröffentlichung
von E. Strobel, Die Vorstände des badischen
Bezirksamtes Oberkirch bis zum

Ende des Ersten Weltkriegs, in: Badische
Heimat 60/1980, nicht berücksichtigt. Das
Geburtsdatum von Landrat und Regierungsvizepräsident
Werner Ackenheil
müßte richtig 12. Febr. 1922 lauten. Zu
bemerken wäre auch, daß aus den Akten
Formulierungen früherer Zeiten übernommen
wurden, die heute anders interpretiert
werden können.

Dies alles schmälert nicht den Verdienst
dieses eindrucksvollen Bandes, sondern
ist vielmehr geeignet, an dessen Inhalt
und Aussage weiterzuarbeiten.

Dr. Dieter Kauß

Hans Beuter: Ritter, Schurken, Schloßgespenster
. Wanderführer zu den
schönsten Sagenstätten zwischen Murg
und Eyach, Nagold und Neckar. 280
Seiten, 10 Abbildungen, 38 Karten -
DM 34,-. Erschienen im Mörstadt Verlag
Kehl, ISBN 3-88571-240-7.
In den Kreis der Vielzahl der zur Zeit angebotenen
Wanderführer tritt ein neuer,
der auf eine besondere Weise die Menschen
unserer Tage auf den Wanderpfad
locken möchte: Eingebettet in die abwechslungsreiche
Landschaft des Nordschwarzwaldes
und der anschließenden
Gäuregionen zwischen Murg und Eyach
sowie Nagold und Neckar tauchen links
und rechts der beschriebenen Wege Ritter,
Schurken und Schloßgespenster auf. Sie
nehmen in den örtlich gebundenen Sagen
Gestalt an, die jeweils den 37 Wandervorschlägen
vorangestellt sind.
Dabei lernt der Leser nahezu 90 Sagen an
ihren Originalstätten kennen, aber auch
den Autor als einen unterhaltsamen Erzähler
. Damit werden nicht nur heimatliches
Kulturgut, sondern die heute so vernachlässigte
Phantasie, das Gemüt, aber
auch Geist und Seele angeregt, die durchwanderte
Landschaft mit einem geheimnisvollen
, zarten Schleier umfangen. Man
spürt, daß Hans Beuter selbst ein begeisterter
Wanderer und sachkundiger Heimatkenner
ist, der das Wandervolk sicher

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