UB Freiburg, H 519,m
Die Ortenau: Zeitschrift des Historischen Vereins für Mittelbaden
80. Jahresband.2000
Seite: 540
(PDF, 123 MB)
Bibliographische Information
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Regionalia

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/ortenau2000/0540
540

Cornelius Gorka

den letzten Jahren war das Gebäude stark vernachlässigt worden und
mußte renoviert werden.

Nach Verhandlungen mit dem Jugendherbergswerk konnte der Landkreis
Offenburg mit Kaufvertrag vom 13. November 1956 das Gebäude
zum Preis von 8.675 DM erwerben.25 Das Jägerhaus sollte vor allem zur
Unterbringung von Fahrzeugen und Geräten dienen und zwei Dienstwohnungen
beherbergen. Nach Abschluß der Vorplanungen konnte im Herbst
1957 mit dem Umbau des Hauses begonnen werden. Dabei wurden nicht
nur die Wohnungen ausgebaut, sondern auch die Wasser- und Abwasserlei-
tungen erneuert. Außerdem mußte das Dach, sowie Teile des Stallraumes
erneuert werden. Nach Fertigstellung des Umbaus diente das Jägerhaus
dem Weinbauversuchsgut als Wohn- und Gerätehaus. Später wurden noch
zwei Zimmer zur Unterbringung von Weinbaulehrlingen ausgebaut.

Ein weiteres Problem war die Bereitstellung der erforderlichen Kellerräume
für das Weinbauversuchsgut. Da bereits im kommenden Jahr mit
einem größeren Ertrag zu rechnen war, mußte sich die Kreisverwaltung
frühzeitig Gedanken über eine geeignete Einkellerung der Ernte machen.
Da der Weinkeller beim Schloß bei weitem nicht ausreichte, waren weitere
Kellerräume für den restlichen Faßraum und für die Unterbringung der
Flaschen zu beschaffen.

Die ersten Trauben wurden 1953 geerntet. Zunächst nutzte man den
Keller, der sich im ehemaligen Verwaltergebäude des Schlosses befand. Er
wurde als Faßlager vorgesehen und konnte insgesamt etwa 25.000 Liter
Faßwein aufnehmen. Um aber später den Ertrag einer Vollernte aufnehmen
zu können, war ein weiterer Kellerraum von etwa der gleichen Größe erforderlich
. Dieser zweite Keller wurde außerdem zur Flaschenlagerung gebraucht
. Darüber hinaus fehlte noch ein Kelterraum und ein Unterstellraum
für leere Flaschen, Butten und Kellereigeräte. Man beabsichtigte zunächst
den Neubau eines Weinkellers beim Verwaltungsgebäude im Schloßhof.
Die Planungen mussten aber mangels Mitteln vorerst zurückgestellt werden
.26

Der erste Ertrag des Weinguts bestand aus 500 Litern Wein, die
zunächst einmal im alten Pferdestall des Schlosses eingelagert wurden. Da
der im Schloß Ortenberg behelfsmäßig eingerichtete Keller zu klein war,
mietete der Landkreis Offenburg ab dem L. August 1954 die ehemaligen
Kellerräume der Winzergenossenschaft Ortenberg im Anwesen von Mina
Wunsch (Burgweg 55).27 Die Kellerräume wurden anschließend instandgesetzt
und eingerichtet. Sie dienten ab 1956 als Lager- und Kelterräume, sowie
zur Unterbringung von Kellereigeräten. Außerdem wurde 1958 die
Stallung des Anwesens Wunsch angemietet und zur Einrichtung eines zusätzlichen
Büro- und Verkaufsraumes umgebaut. Der hinter dem Stall liegende
Raum stand als Lagerraum für den Weinverkauf zur Verfügung. Damit
war die Kellerfrage zunächst gelöst.


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/ortenau2000/0540