UB Freiburg, H 519,m
Die Ortenau: Zeitschrift des Historischen Vereins für Mittelbaden
80. Jahresband.2000
Seite: 542
(PDF, 123 MB)
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Cornelius Gorka

Nach einer vorangegangenen Besichtigung durch den Kreisrat im Mai
1962, beschloss dieser, Probebohrungen auf dem Baugrund durchzuführen
und den Architekten Nestlen zu beauftragen, einen Lageplan zu fertigen.
Das Kellerprojekt wurde dann in mehreren Sitzungen und Besichtigungen
des Kreisrates eingehend beraten. Nachdem das Ergebnis der Probebohrungen
vorlag, kam man schließlich zu dem Ergebnis, daß es zweckmäßiger
und wirtschaftlicher erschien, die gemieteten Kellerräume nicht zu erwerben
, sondern beim Jägerhaus auf kreiseigenem Gelände einen neuen
Keller zu bauen. Der Kreisrat empfahl in der Sitzung vom 5. Dezember
1962 dem Kreistag, den Kellerneubau zu den voraussichtlichen Gesamtbaukosten
von 400.000 DM zu genehmigen. In der Kreistagssitzung am
18. Dezember 1962 wurde dann der entsprechende Beschluß zum Neubau
gefaßt.

Mit der Planung und Bauleitung wurde das Architekturbüro Hug &
Nestlen aus Karlsruhe beauftragt. Mit den Rohbauarbeiten wurde am 1.
April 1963 begonnen. Nach einer Bauzeit von 15 Monaten konnte der neue
Weinkeller des Weinbauversuchsgutes Schloß Ortenberg am 7. Juli 1964
feierlich seiner Bestimmung übergeben werden.29 Am 1. September 1964
wurde der neue Keller bezogen.

Der Keller war auf die Größe des Weingutes, bei dem damals vier Hektar
in Ertrag standen, ausgerichtet. Der umbaute Raum wies eine Grundfläche
von 401 m2 und eine Nutzfläche von 820 m2 auf. Im Dachgeschoss,
das vom Hang her mit Fahrzeugen angefahren werden konnte, befanden
sich neben dem Raum für die Traubenannahme die Sozialräume, ein Raum
für die Rebveredelung (etwa 30.000 Pfropfreben jährlich) und ein Speicherraum
. Im Erdgeschoß darunter lagen Büros und Nebenräume, der große
Kelterraum sowie ein Raum für die Flaschenreinigung mit Abfüllung, Versand
und Leergut. Im Erdreich des Erdgeschosses befand sich auch der
Flaschenkeller mit einem Fassungsvermögen von 50.000 bis 80.000 Litern,
wo auch die Etikettierung vorgenommen wurde. Im eigentlichen Keller des
Baues wurde der Faßkeller mit einem Fassungsvermögen von 50.000 Litern
eingerichtet.30 Eine eingebaute Raumkühl- und Entlüftungsanlage
sorgte für eine gleichbleibende Kellertemperatur. Im Jahre 1974 wurde der
Flaschenkeller erweitert und ein Verkaufsraum mit Probierecke geschaffen,
um die Kunden besser beraten und bedienen zu können.

Entwicklung des Weinguts bis 1991
a) Ausbau des Rebgeländes

1956 mußte der erste Rückschlag hingenommen werden. Durch starken
Winterfrost erfroren die Reben bis auf die Sorte Riesling und die Neuzüchtung
Siegfrieds-Rebe. Auch die übrigen Ortenberger Winzer und das städ-


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