Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 465,da
Schau-ins-Land: Jahresheft des Breisgau-Geschichtsvereins Schauinsland
94/95.1976/77
Seite: 363
(PDF, 57 MB)
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Kleine Beiträge

Eine neue Geschichte Breisachs1

Jubiläumsfeiern von Ortschaften sind eine der wenigen Gelegenheiten, bei denen
größere Teile der Bevölkerung für die Geschichte ihres Wohnsitzes und damit für
die historische Vergangenheit überhaupt in stärkerem Maße interessiert werden
können. Wir wollen daher keine Erörterungen darüber anstellen, ob es gerechtfertigt
war, im Jahre 1969 das 1600jährige Jubiläum Breisachs zu feiern. Vielmehr
begrüßen wir es, daß die Stadt diesen Anlaß dazu benutzt hat, 1965 eine sehr umfangreiche
, überreich mit Abbildungen ausgestattete Stadtgeschichte in Auftrag zu
geben. Ihr erster Band konnte gerade noch termingemäß im Jubiläumsjahr erscheinen
, ein zweiter Band, der bis zum Jahre 1890 reicht, folgte bereits 1971. Ein dritter
vielleicht sogar noch ein vierter Band sollen sich dem Vernehmen nach anschließen
. Allerdings werden diese wohl noch auf sich warten lassen, denn ihre Fertigstellung
wird wegen der starken amtlichen Verpflichtungen des Verfassers erheblich
verzögert. Ferner ist es ungewiß, ob nach dem Abebben der Jubiläumsbegeisterung
und nach der allgemeinen Verknappung aller finanziellen Mittel die Gelder
noch in der gleichen großzügigen Weise fließen werden wie bisher. So ist es sicher
berechtigt, wenn eine Zeitschrift, welche den Breisgau als ihr Arbeitsgebiet betrachtet
, diesem nun bereits vor mehreren Jahren erschienenen Werk über die nächst
Freiburg interessanteste und historisch bedeutendste Stadt dieses Raumes ihre Aufmerksamkeit
zuwendet, obwohl es noch nicht endgültig abgeschlossen ist.

Bei der Besprechung einer anderen kürzlich neu herausgekommenen Stadtgeschichte
hat Edith Ennen, eine der führenden Vertreterinnen der Stadtgeschichtsforschung
und selbst Mitautorin einer Stadtgeschichte, folgendes festgestellt: „Eine
Stadtgeschichte zu schreiben ist schwer. Der Verfasser muß sich auf den verschiedensten
Sachgebieten auskennen, er muß in der betreffenden Stadt selbst ebenso zuhause
sein, wie in der heute nicht mehr leicht zu überschauenden allgemeinen Stadtgeschichtsforschung
. Er soll verständlich schreiben und er möchte ein wissenschaftliches
Werk vorlegen."2 Damit sind bereits die meisten der allgemeineren Probleme
berührt, welche auch bei dem hier zu behandelnden Werk auftauchen. Hinzuzufügen
ist noch, daß der Verfasser einer Stadtgeschichte unmöglich alle Einzelfragen
aufgrund eigener Forschungen bis zum letzten aufklären kann. Vielmehr muß er
möglichst auf bereits vorliegenden Arbeiten aufzubauen versuchen. Außerdem setzt
die Bearbeitung eines solchen Werkes, im vorliegenden Fall noch mehr als sonst er-

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