Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., ZG 1563
Hohenzollerischer Geschichtsverein [Hrsg.]
Zeitschrift für Hohenzollerische Geschichte
44(129).2008
Seite: 267
(PDF, 59 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/zhg2008/0271
Ralf Laschimke

Burg Straßberg

Die Burg Straßberg liegt auf einem Felsensporn
90 m über dem Ort Straßberg an der
Schmeie. Am Fuße der Burg vorbei führt eine
alte Passstraße hinauf nach Winterlingen auf
die Albhochfläche. Die über die Jahrhunderte
hinweg unzerstört gebliebene Burg Straßberg
hat das Bild einer wehrhaften, mittelalterlichen
Ritterburg bis heute weitgehend bewahrt
.

Die erste urkundliche Erwähnung der Burg
fällt in das Jahr 1334. Man muss jedoch
davon ausgehen, dass schon viel früher eine
burgähnliche Anlage existiert hat. Hierauf
weisen zahlreiche, in das 11. Jahrhundert zu
datierende Keramikfunde hin. Ebenfalls im
Burgareal gefundene vorgeschichtliche Keramikscherben
sowie Bohneisenerz und die bei
dessen Verhüttung anfallende, typische Faya-
lit-Schlacke lassen die Annahme zu, dass der
Burgplatz schon lange vor der Entstehung
einer Feudalburg genutzt wurde.

Die Burg beeindruckt vor allem durch ihren
mächtigen Wohn- und Wehrturm aus dem
13. Jahrhundert, der vermutlich der Sitz eines
Ministerialen der Grafen von Hohenberg war.
Die Hohenberger besaßen zu dieser Zeit
Straßberg als Lehen des reichsfreien Damenstiftes
Buchau am Federsee. 1345 gelangte
das Lehen an den Ritter Rudolf von Reischach, der die Burg umgestaltete und ihr im wesentlichen
das heutige Aussehen gab. So wurden mehrere kleinere Gebäude abgerissen und 1360 ein
neuer Palas an den Wehrturm angebaut. Nach mehrmaligem Wechsel der Lehensträger erhielten
1532 die edlen und festen Herren von Westerstetten und Drackenstein die Herrschaft Straßberg
. Nach dem Tode des Georg Dietrich, letzter der Herren von Westerstetten, nahmen die
Fürstäbtissinen von Buchau 1625 die Herrschaft in eigene Verwaltung und richteten die Burg als

Die Burg Straßberg auf einem Felsensporn 90 m
über dem Orte Straßberg an der Schmeie.

Nach einem großflächigem Holzeinschlag im
Jahre 2008 ist die Burg Straßberg mit der zugehörigen
Kirchenruine wieder vom Dorfe aus
sichtbar.

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