Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., ZG 1563
Hohenzollerischer Geschichtsverein [Hrsg.]
Zeitschrift für Hohenzollerische Geschichte
44(129).2008
Seite: 297
(PDF, 59 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/zhg2008/0301
schichte von Stadt und Grafschaft Sigmaringen sehr wichtige österreichische Vergangenheit
bleibt im Folgenden fast vollständig ausgeblendet (eine verschämt zu nennende Ausnahme findet
sich S. 60). Graf Andreas von Sonnenberg wird als „Herrscher" (korrekt: Inhaber) „der
Grafschaft Scheer" (richtig: Herrschaft) betituliert (S. 32). Die Hohenberger waren nicht nur
eine hohenzollerische Nebenlinie, sondern die eigentlich bedeutendere Linie (S. 32). Schief
auch die Darstellung der Heirat des Erbprinzen Karl mit Antoinette Murat (S. 61).
Durch die Vernachlässigung der neueren wissenschaftlichen Literatur werden auch überholte
bzw. wenig differenzierte Sichtweisen weiter vermittelt, z.B. zur Erlangung der Souveränität
1806 oder zum Übergang an Preußen (S. 12ff., 36). Die Meinradslegende wird unkritisch übernommen
(S. 41). Auffallend sind die zahlreichen Wiederholungen, beispielsweise zur Elektrifizierung
des Schlosses (S. 26, 28, 44), zu Amalie Zephyrine (S. 60f., 112, 119ff.) oder zum
heiligen Fidelis (S. 46, 103, 105), dessen Vater Hans Roy übrigens nicht nur Bürgermeister (S.
105), sondern auch Stadtschultheiß und Adlerwirt in Sigmaringen war. Eine Bündelung der
Informationen an einer Stelle wäre gut gewesen.

Bei der Beschreibung der Baugeschichte des Schlosses, die fundiert erscheint, hätte man sich
doch den einen oder anderen Grundriss gewünscht, um eine bessere Vorstellung zu erhalten
(S. 21 f.). Gut zum Ausdruck kommt, wie das Schloss zusammengestückelt ist, mit Bauteilen
und Einrichtungsgegenständen unterschiedlicher Jahrhunderte und sehr vielfältiger Herkunft
(vgl. nur S. 42: Beschreibung der Donaukasematten). Im Zusammenhang mit der Darstellung
des fürstlichen Museums hätte das eine oder andere besondere Exponat der wichtigen Sammlung
hervorgehoben werden können.

Als wissenschaftliches Nachschlagewerk kann und will der Band insgesamt nicht dienen, auch
wenn vereinzelt Fußnoten als Alibi auftauchen. Dagegen werden einzelne Räumlichkeiten des
Schlosses hinreichend dokumentiert, so dass man sich diese vergegenwärtigen kann. Ohne
weitergehenden historisch-wissenschaftliche Ambitionen kann das Buch als Bildband für die
genannten Zwecke empfohlen werden.

Balingen Andreas Zekorn

Hans Gebhardt (Hg.): Geographie Baden-Württembergs. Raum, Entwicklungen, Regionen.
Stuttgart: Landeszentrale für politische Bildung. 2008. 376 S. (Schriften zur politischen Landeskunde
Baden-Württembergs 36).

Anlass zur Herausgabe des Buches war dem Vorwort zufolge die Tatsache, dass der zuletzt
1993 neu aufgelegte Band zur Geographischen Landeskunde in derselben Schriftenreihe, herausgegeben
durch Christoph Borcherdt (Professor für Geographie an der Universität Stuttgart
), seit längerer Zeit vergriffen ist. Hans Gebhardt, der Herausgeber des neuen Bandes,
hatte 1990 bis 1996 an der Universität Tübingen die traditionsreiche Professur für Anthropo-
geographie und Landeskunde inne und wurde 1996 an die Universität Heidelberg auf den
Lehrstuhl für Anthropogeographie berufen. Den derzeit eher geringeren Stellenwert der historischen
Geographie und Landeskunde an den Universitäten Baden-Württemberg zeigt die
Streichung der Tübinger Professur nach dem Weggang Winfried Schenks 2001 als Nachfolger
Gebhardts an die Universität Bonn, obgleich hier doch Professoren vom Range Robert Gradmanns
, Friedrich Huttenlochers, Karl-Heinz Schröders oder Hermann Grees die bis heute vielfach
gültigen wissenschaftlichen Grundlagen der Anthropogeographie des Landes gelegt

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