Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., ZG 1563
Hohenzollerischer Geschichtsverein [Hrsg.]
Zeitschrift für Hohenzollerische Geschichte
46(131).2010
Seite: 149
(PDF, 40 MB)
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Erben und Sterben

dem alldortigen Statt-Rath aufertragen, und melden zu lassen, wie auch unseren ob-
gedachten Herr Gehrhaab Georgio Wittmann gnädiglich anzubefehlen von meinem
500fl. von Capitali oder Interesse alß von meinem vätterlichen Erb Theils Haab-
schaft durch Diligence oder ordinari abgehenden Postwaagen, oder durch einen We-
xel in das Ungarn Königreich 200fl. zu übermachen lassen, sage 100fl. für meine
Schwester Anna Maria, dann 100 fl für mich zu einer Beyhülf in unseren wahrhaften
BetranckunggI, und Nothwendigkeit, über solche Erfolgung diefahls benötig[t]e Re-
cepisse und Quittung ohnermanglen werde an Euer HochEdl und Gnaden mittelst
einem hiesigen][uris] U[triusque] Licentfierten] Herrn Michaele Adamovics, des Königlichen
Tafeis Geschworenen jurato Advocato, und des allhiesigen Comitat Gerichts
höchst angestelten Eiseale gerichtlich authentice übermachen lassen, an welchen
auch dies mein inständiges Anlangen und Bitten die baltigste Antwohrt und Atresse
der Willfahrung ehenstens zu ertheillen zu meiner Richtschnur, und Wissenschaft Bitte
, weillen ich auch nicht allzeit allhier mein Verbleibnuß haben kann, an welche ich
mein Bitte auch diesfahls eingeleget, die vätterlichen Sorg zu tragen. Übrigens mich
zu führthaurendeng3 hochen vätterlichen Hulden und Gnaden geempfelle, mit all
ausnehmenden Respect ersterbe.

Euer Hoch Edl und Gnaden gehorsamer- und schuldigster Diener Fidelius Mormor.
Baja in König Reich Ungarn in Löblichem Bäcser Comitat, den 20ten April 1772.
P. S. In fahls ein Wexel nach Ungarn von danen nicht geschehen kunte, so benachrichtige
, daß von Mörspurgu ein Khaufmann Jacob Wagner in das Königreich Hun-
garn an Herrn Staudinger in der Haubt Statt und Vöstung Ofen in Ungarn die sicherste
Wexlung habe. Mitist welchen auch diese Gelder kunten abgesendt werden.
Dieser ist ein Ehrsamer Mann deren Teütschen. Zur Wissenschaft bitte umb ein Antwort
hieher an genanten Herrn Fiscali nach Baja ergehen zu lassen.

2. Der Brauer Wendelin Beuter aus Höfendorf:
Fremd und krank in Arad (1776-1782)

Einführende inhaltliche Bemerkungen: Der aus Höfendorf stammende Wendelin Beuter
bemühte sich 1776 um die Übersendung eines Teils seines zurückgelassenen Erbes,
zunächst um 60 Gulden. Wenige Jahre später, 1782, wandte er sich erneut an das Oberamt
Haigerloch, um weitere 75 Gulden zu erhalten. Die drei Schreiben von Seiten der
Stadt Arad bzw. der Kameralherrschaft sowie ein selbst verfasster Brief von Beuter schildern
seine von Krankheit überschatteten Lebensumstände. Er war nicht in der Lage, für
sich selbst zu sorgen, benötigte Pflege, ärztliche Hilfe, Kleidung und Medikamente,
wozu er das angeforderte Geld ausgeben musste. Das hier nur als Regest wiedergegebene
Antwortschreiben des Oberamts weist darauf hin, dass schon in anderen Fällen mehrmals
Geld über einen Kaufmann nach Ungarn transferiert wurde.

Fundort der Quellen unter Nr. 2: Kreisarchiv Zollernalbkreis, Balingen (KrArchBL),
Oberamt Hechingen, Hech 2b, Höfendorf, Nr. 35, 1777-1854.

82 Bedrängung.

83 Fortdauernden.

84 Meersburg.

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