Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., ZG 1563
Hohenzollerischer Geschichtsverein [Hrsg.]
Zeitschrift für Hohenzollerische Geschichte
46(131).2010
Seite: 161
(PDF, 40 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/zhg2010/0169
Erben und Sterben

3.13. Neu-Palanka, 18.05.1781. Beschwerdeschreiben der Gemeinde Neu-Palanka
an die Herrschaft Haigerloch

Der Notar des Ortes fragt, warum Genoveva Sailer nur einen Teil der angeblichen
500 Gulden, nämlich nur 238 Gulden erhalten habe. Es wird um eine Uberweisung der
Restsumme gebeten. Original in Latein.

Übersetzung

Verehrte Herrschaft Haigerloch, an Unsere Verehrtesten und Gnädigsten Herren
Herren.

Es verwundert uns, dass die verehrte Herrschaft Haigerloch keinen Brief verfasst
und uns übermittelt hat, damit wir hätten wissen können, aus welchem Grund nicht
die vollständige Geldsumme übermittelt wurde: Demgemäß soll der verstorbene Michael
Sailer im Dorf Höfendorf seiner Tochter Genoveva Sailer bei der verehrten
Herrschaft Haigerloch 500fl. hinterlassen haben; aus dieser Summe soll Genoveva
Sailer in Peterwardein nur 238 fl. erhalten haben, 54 fl. Kosten sollen abgezogen worden
sein und so ergäben sich insgesamt 292 fl., die auch durch uns quittiert wurden,
und so fehlen bis jetzt 208fl.; für diese 208fl. erbitten wir bei der verehrten Herrschaft
Haigerloch durch eine gnädige Einreichung, dass sie sich gnädig erweist, sich
für die arme Genoveva Sailer einzusetzen und die verbliebenen 208 fl. zu übermitteln
. In dieser Gnade verbleiben wir. Der verehrten Herrschaft Haigerloch die demütigsten
Diener, Richter und Geschworenen und die gesamte Gemeinde im verehrten
Komitat Batsch in der Possession Neu-Palanka am 18. Mai 1781. Ausgefertigt
durch mich, Michael Klempay, Ortsnotar.

3.14. Haigerloch, 20.06.1781. Abschrift. Brief der Herrschaft Haigerloch-
Wehrstein an den Richter in Neu-Palanka

Es wird darauf verwiesen, dass Genoveva Sailer keineswegs ein Erbe in Höhe von
500 Gulden hatte; man hätte 292 Gulden nach Rottenburg geschickt und das Weitere
dem Oberamt überlassen. Hätte aber Anton Bauer falsch gespielt, so würde es ein Vergnügen
sein, darüber weitere Nachricht zu erhalten. In diesem Falle wolle man von Anton
Bauer Zinsen verlangen und die ggf. unrechtmäßig erworbene Summe unverzüglich
an den Ort seiner Bestimmung senden.

PfraemissisJ PfraemittendisJ.

Unsere [Adressat]"9 sind sehr irrig, wenn es vermuthet wird, das der Genoveva Seilin
ihre Verlassenschaft auf500 fl. zu stehen gekommen seye. Wir schließen eine förmliche
Rechnung an, aus welcher das ganze Vermögen abgenommen und die Abgaben
hievon specific zu ersehen werden mögen. [...] Nur müßte der dem Anton Bauer von
Schwalldorf angesezte Posten per 41 fl 49 xr. ein Anstand erregen. [...]. Und obschon
diser durch ein schriftliche Urkunde legitimiret nebst den 50fl. noch weiters obbe-
melte 41 fl. 49 xr. Unkosten foderte, so wurde ihme [...] dennoch nicht willfahren. [...]
Wie nun eröfneter Bauer ein österreichischer Unterthan und dem P[raemissis] PfraemittendisJ
Oberamte zu Rottenburg untergeben ist: so hat er sich in Rücksicht diser

139 In der Abschrift fehlt der Name des Adressaten.

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