Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., ZG 1563
Hohenzollerischer Geschichtsverein [Hrsg.]
Zeitschrift für Hohenzollerische Geschichte
46(131).2010
Seite: 196
(PDF, 40 MB)
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Neues Schrifttum

Herzöge von Württemberg vertritt er deren Interessen in Prag und Wien. Geizkoflers
Bemühen um einen konfessionellen Ausgleich verschafft ihm Gegner, die mit Intrigen
reagieren - so der Kanzler des Passauer Bischofs („Hämmerl"-Affaire, 1603) oder Herzog
Maximilian von Bayern („Zwist um Donauwörth", 1608/13). Die Prüfung der Vorwürfe
erweist Geizkoflers Unschuld: kurz nach seiner Rehabilitierung durch Kaiser Matthias
stirbt Zacharias Geizkofler am 08.05.1617 in Prag. Die Spielregeln von Familien-,
Fürsten- und Reichspolitik werden durch den Autor zusätzlich veranschaulicht: Or-
ganigramm des Reichspfennigmeisteramtes (um 1598), familiäre Netzwerke und Beziehungsgeflechte
werden tabellarisch im Anhang erfasst. Alexander Sigelens Arbeit zeigt
die Finanzmechanismen der Politik im 16./17. Jahrhundert als „Blut des Staatskörpers"
(Symposium Wien, 2009) und charakterisiert den Protagonisten als „Amtsträger" und
„Beziehungsmakler". Geizkoflers Wirken in der eigenen Herrschaft und den Lehen als
Streubesitz zwischen Gailenbach, Stauffen/Hilzingen, Wäschenbeuren und Neumarkt
belegt sein Arbeiten für das „eigene Interesse" in unruhigen Zeiten.

Wolfratshausen Willi Eisele

Die Investiturprotokolle der Diözese Konstanz aus dem 16. Jahrhundert. Teill und II
bearbeitet von Franz Hundsnurscher; Teil III, bearbeitet von Dagmar Kraus. Stuttgart:
Kohlhammer-Verlag 2008, 2010. 1937 S., Tabellen, Abb., Karte (Veröffentlichungen
der Kommission für Geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg: Reihe A,
Quellen Teilbde. 48,1; 48,2; 49).

Es ist ein besonderer Schatz, der seit dem 16. Jahrhundert in den kirchlichen Archiven
liegt und nun der landes- und kirchengeschichtlichen Forschung durch das Erzbistum
Freiburg und die Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg
in drei Bänden zugänglich gemacht wurde: die Investiturprotokolle der Diözese Konstanz
aus der Zeit der Reformation gewähren nicht nur Einblicke in den Geschäftsgang
der kirchlichen Personalpolitik zwischen 1518 und 1599, sondern bereiten den Fundus
orts-, regional- und landesgeschichtlicher Entwicklung im 16. Jahrhundert für die Forschung
über ein Gebiet auf, das bis 1827 Teile des heutigen Baden-Württemberg, der
deutschsprachigen Schweiz und Vorarlbergs erfasst.

Franz Hundsnurscher (1933-2007), von 1967 bis 1998 Leiter des Erzbfl. Archivs in
Freiburg/Breisgau hat mit der Erfassung der Regesten von Urkunden des Konstanzer
Generalvikariats die Grundlage geschaffen, die neun Protokollbände (EAF Ha 110 -
Ha 118, 1518-1599) für Prosopographie, Bildungs-, Eliten- und Mobilitätsforschung
handhabbar zu machen. Für die Edition wurde deshalb entschieden, drei Teilbände zu
konzipieren: Teilband I (2008) erfasst auf den Seiten 3-514 ortsbezogene Protokolleinträge
von Aach (Lkrs. Konstanz) bis Kurzenbach (Oberwolfach, Lkrs. Offenburg),
Teilband II (2008) mit den Seiten 515-1081 die Orte Lachen (Kt. Schwyz, CH) bis
Zwiefaltendorf bei Riedlingen (Lkrs. Biberach) sowie Exhortationes (Empfehlungsschreiben
) für Kranke, Pilger, reisende Kleriker und getaufte Juden (Seiten 1083-1090,
wenige, nicht zuweisbare Einträge Seite 1091 f.) und jeweils ein allgemeines Abkürzungsverzeichnis
.

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