Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., ZG 1563
Hohenzollerischer Geschichtsverein [Hrsg.]
Zeitschrift für Hohenzollerische Geschichte
46(131).2010
Seite: 198
(PDF, 40 MB)
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  (z. B.: IV, 145, xii)



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Neues Schrifttum

Der Quellenwert des Bestandes und der Nutzen für die Forschung ergibt sich aus der
Bedeutung der Herzöge von Württemberg als weltliche Direktoren des Schwäbischen
Kreises und einer bis zu dreiköpfigen Direktorialgesandtschaft in Ulm neben dem Bischof
von Konstanz als geistlichem Repräsentanten sowie ihrer Rolle im Reich durch
ständige Agenten am Wiener Hof (ab 1619), einer württembergischen Sondermission zu
den Verhandlungen in Münster und Osnabrück (1645/49) und der Komitialgesandt-
schaft beim „Immerwährenden Reichstag" (Regensburg, 1662 f.). Wegen des besonderen
Interesses an den vom 15. bis 18.Jhdt. bestehenden linksrheinischen Besitzständen
(Mömpelgard, Horburg und Reichenweiher) kam der württembergischen Gesandtschaft
in Paris vor allem im 18. Jhdt. eine besondere Rolle zu, die sich im Inventar deutlich
niederschlägt (A 16 a, Nrn. 596-747; A 74 i, Nrn. 1135-1169). Zur kaiserlichen Regierung
der Habsburger ab Ferdinand II. (Wien) finden sich die Bestände im Bereich der
Kabinettsakten (A 16 a, Nrn. 94-389) und in den Gesandtschaftsakten (A74 b, Nrn. 845-
1076). Aus Paris und Wien sind vice versa Gesandtschaften beim Hof in Stuttgart belegt
. Der „Courtoisie und den russisch-württembergischen Beziehungen" widmen sich
Schreiben von Karl-Heinrich von Bühler, Gesandter des Zaren in Württemberg (A 16
a, Nr. 829) bezogen auf 1797/98. Neben elf auf Dauer eingerichteten Gesandtschaften
(1798) verzichtete das Haus Württemberg andernorts auf ständige Vertretungen, beauftragte
nach Interessenlage befreundete Residenten bei Städten und entfernteren Territorien
. Hervorzuheben ist, dass neben dem Herzogshaus auch die frankreichfreundlichen
Landstände einen Gesandten im Kontext des Rastatter Friedens (1796/97) nach
Paris entsandten, was eine differenzierte Haltung v. a. in der Grenzregion gegenüber der
Französischen Revolution belegt - „belohnt" wird Württemberg als „Rheinbundstaat"
durch die Erhebung zum souveränen Königreich durch Napoleon Bonaparte (1806). Neben
den verzeichneten diplomatischen Quellen wird die Forschung zum 17./19. Jhdt.
auch Spezialakten zur Hofhaltung und Rechnungslegung (A 19 a), die württembergischen
Reichstagsakten (A 262, A 263), die Bestände zu Krieg und Frieden (A 29, A 90)
oder die personenbezogenen Akten einzelner Ministerien (A 205) heranziehen, um ein
Thema „abzusichern". Zudem dokumentieren die Archivalien des vorliegenden Bandes
auch Denkschriften, Memoranden und Kommentare zur Tagespolitik und das Leben bei
Hofe und eröffnen den Blick auf den (wenig erforschten) Alltag im Feudalwesen.

Wolfratshausen Willi Eisele

Uwe A. Oster: Wilhelmine von Bayreuth. Das Leben der Schwester Friedrichs des Großen
. München: Piper 2005. 376 S., 23 Farbabb.

Uwe A. Oster (* 1964, Hechingen) hat sich nach dem Studium (D, G) dem Journalismus
zugewandt, arbeitet seit 1993 in der Redaktion des Geschichtsmagazins DAMALS (Kon-
radin-Medien-Verlag) und beweist in seinen Veröffentlichungen, dass er Geschichte spannend
erzählen kann. Zwischen dem „Preußischen Apoll" (2003), der Lebensgeschichte
des Prinzen Louis Ferdinand von Preußen (1772-1806) und der aktuellen Publikation
„Preußen - die Geschichte eines Königsreichs" (2011) liegt die Biographie Wilhelmines
von Bayreuth (1709-1758), der Schwester König Friedrichs IL, des Großen (1712-1786).

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