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Aber auch für die Umgebung- mussten die Missstände dieser Lage
mit der Zunahme der Bevölkerung der Stadt immer mehr hervortreten und
insbesondere zeigte sich das Herein- und Hinausschaffen der Leichen durch
einen dichtbevölkerten Stadttheil immer mehr störend.
Solche und ähnliche Verhältnisse waren wohl bei allen altern
ähnlichen Instituten Deutschlands in ziemlich analoger Weise vorhanden
und wurden die Veranlassung, dass dieselben nach und nach überall vor
die Stadt in neue zweckmässig eingerichtete Gebäude verlegt wurden.
Unser Institut ist? wenn nicht das letzte, so doch eines der letzten in
Deutschland, das bis zum gegenwärtigen Moment noch seine primitiven,
freilich nicht sehr alten, Localitäten inne hatte.
Der Ueberzeugung; dass auch bei uns eine"'gleiche Veränderung
nicht mehr länger zu umgehen sei, konnte sich jedoch Niemand mehr
verschliessen und die Betheiligten unterliessen es nicht, ihr „caeterum
censeo" nie aufhören zu lassen.
Am 17. März 1852 beschloss endlich die medicinische Facultät
einstimmig den Antrag auf einen Neubau; und eine speciell zu dem
Zweck niedergesetzte Commission empfahl „im wohlverstandenen
Interesse der Universität mit allem Nach d.r u c k und aller
Dringlich keiteinenNeubau in d e r Nä he des a ca demisc hen
Hospitals und legte die dringende Bitte vor, dass der
Neubau sogleich begonnen werde,a
Der Senat unterstützte die Anträge und ein vom Ministerium auf
Antrag der Universität hierher entsendeter Bauverständiger rieth unbedingt
zu einem Neubau und nur, wenn ein solcher absolut unthunlich sein sollte,
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