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Der Talon hat zwei grosse Höcker und vor denselben einen starken Zwischenhöcker,
und aussen und innen noch je einen niedrigen Nebenhöcker. Das letzte Joch besteht aus einem
grossen Aussen- und Innenhöcker und einem grossen Zwischenhöcker; neben jedem dieser drei
Höcker befindet sich noch ein Secundärhöcker.
Dimensionen:
17 mm:
24 „ ;
Breite am ersten Querjoch
Länge des Zahnes
Breite am zweiten Querjoch
Höhe dps Zahnes
Breite am letzten Querjoch
(an der Basis der Krone)
31?
24
74
Breite am Talonjoch 15 mm
Höhe des Zahnes 21 „
Breite am Talonjoch 23 „
Breite am Talon 55
Höhe am letzten Joch 56
Mastodon sp.
Specifisch nicht näher bestimmbar sind eine Anzahl Molarbruchstücke und drei Stosszahn-
fragmente. Unter den letzteren befindet sich eine allseitig glatt polirte Spitze eines solchen
Zahnes. Alle diese Stücke haben schwarzbraune Farbe und stammen demnach aus den röthlich-
grauen Sanden, aus welchen mir von Proboscidierbackenzähnen nur ein grösseres Fragment
und ein Milchzahn vorliegt, welchen ich bei Mastodon latidens erwähnt habe, während
aus der Angabe Kokens der Schluss gezogen werden könnte, dass auch Stegodon Cliftii,
St. äff. bombifrons und Mastodon perimensis var. sinensis aus diesen Schichten
stammen, insoferne er von grauer und dunkler Farbe dieser Zähne spricht.
Perissodactyla.
Rhinocerotidae.
Isolirte Zähne von Rhinoceroten sind unter den Lung tschcih reichlich vertreten, aber
leider gehören vollständig erhaltene grössere Zähne, namentlich Molaren, schon mehr zu den
Seltenheiten, denn die meisten haben durch das Lostrennen von den Kieferknochen mehr oder
weniger starke Beschädigungen erlitten. Nur von den kleinsten Zähnen, nämlich den vordersten
Prämolaren, liegt eine grössere Anzahl unverletzter Exemplare vor.
Die von Herrn Dr. Haberer gekauften Rhinocerotenzähne zeigen verschiedenartigen
Erhaltungszustand. Vier derselben, in «Ttschang erworben, haben ein sehr frisches Aussehen
und erweisen sich als geologisch sehr jung — pleistocän, eine etwas grössere Anzahl — etwa
20 zeichnen sich durch dunkle Farbe aus wie überhaupt alle Säugethierreste, welche angeblich
von Tientsin stammen. Die überwiegende Mehrzahl hat weisses Dentin und hellgelben oder
hellgrauen Schmelz; als Fundort sind bei diesen die Provinzen Schansi. Schensi und Sz'tschwan
angegeben.
Die mir vorliegenden Zähne lassen sich zwar leicht auf die Gattungen Rhinoceros —
in weiterem Sinne — und auf Aceratherium vertheilen, allein der genaueren Unterscheidung
von zwei oder mehr Arten stehen oft erhebliche Schwierigkeiten im Wege, weil ein und derselbe
Zahn je nach dem Grade seiner Abnutzung ein sehr verschiedenes Aussehen zeigt. Für
die Bestimmung dieser isolirten Zähne war es daher nothwendig, möglichst frische, nicht oder
doch nur wenig abgekaute Exemplare als Grundlage zu benutzen und daran durch Combination
alle Veränderungen zu ermitteln, welche während der Functionsdauer eines solchen Zahnes
möglich sind. Ueberdies musste aber auch die Variabilität der Zähne einer einzigen wohl
charakterisirten und reichlich vertretenen Art festgestellt werden. Ich wählte als solche
Aceratherium lemanense Pom. aus dem Untermiocän von Ulm, von welchem die Münchener
paläontologische Staatssammlung weit über 100, zum grossen Theil noch in Zusammenhang
befindliche Zähne besitzt.
Um diese Variabilität zum präcisen Ausdruck zu bringen, ist die Anwendung einiger
Abh. d. II. Cl. d. k. Ak. d. Wiss. XXII. Bd. I. Abth. 7
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