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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/RA_4_2014_47/0139
135

D2
D3
D4

Länge 5

, 9
15

mm; Breite — mm
4 5
R ^

■n i n J iu n

Länge der drei D 29 mm

Höhe

— mm
5,5 „
10 „

Oberkiefer:

P4
Mi

M2

M3

Höhe des Kiefers vor P2
„ „ „ hinter M3

Länge 9 mm

■n 1115 „

» 12 „
„ 14 „

15,5 mm

31

Breite 8,5 mm

10
11,5
11,5

Höhe

10? mm

7,8 „ ;
8,8 „
9 „

alt

Länge der drei oberen M (in der Mittellinie 26 mm)

Da von dieser Form auch ein Theil der Prämolaren bekannt ist, eignet sie sich besser
als palaeosinensis zur Ermittelung etwaiger verwandtschaftlicher Beziehungen.

Was zunächst die kleineren fossilen Antilopen betrifft, so haben Gazella brevicornis,
Antidorcas Rothii und Palaeoreas Lindermayeri nicht nur niedrigere Molaren, sondern
auch viel einfacher gebaute Prämolaren und sind demnach noch primitiver. Von Helicoceras
rotundicornis, gleichfalls aus Pikermi, kennt man nur die Hornzapfen, wesshalb von einer
Vergleichung mit dieser und der vorigen chinesischen Art abgesehen werden muss. Aus dem
nämlichen Grunde eignet sich auch Gazella sp. aus den Siwalik nicht zu einer näheren
Yergleichung. Das Gleiche gilt auch von den kleineren Antilopenformen von Maragha in
Persien mit Ausnahme der dortigen Antilope sp. nov. ind. minor, welche sich aber
anscheinend eher an die oben behandelte Gazella dorcadoides anschliesst.

Unter den lebenden Antilopenarten steht Gazella subgutturosa recht nahe, wenigstens
im Bau der Molaren, nur tragen diese keinen Basalpfeiler, aber wenigstens im Oberkiefer etwas
stärkere Rippen auf der Aussenseite. Dagegen sind die unteren Prämolaren bei subgutturosa
viel einfacher. Da bei den Antilopen Reduction der Prämolaren ein fortschrittliches Merkmal
zu sein scheint, so könnte die vorliegende Form ebenso wie die vorhin besprochene palaeosinensis
recht gut der Ahne von Gazella subgutturosa sowie von der, vermuthlich sehr
nahestehenden gutturosa sein und vielleicht auch von Bennetti, soferne diese letztere nicht
doch auf die Lydekker'sehe Gazella sp. zurückgeht, die aber jedenfalls mit palaeosinensis
und der hier behandelten Form den directen Vorläufer gemein hat aber zugleich auch mit
doradoides. Weniger innig sind die Beziehungen zu Pantholops, mit nur iL von denen
jedoch der untere P4 dem entsprechenden Zahn der chinesischen Gazelle sehr ähnlich sieht.
Allein diese Reduction würde keineswegs gegen die directe Verwandtschaft zwischen beiden
sprechen. Pantholops hat jedoch eine primitivere Form des dritten Lobus des unteren M3
— noch gerundet —. während palaeosinensis und die vorliegende Form eine besondere
verticale Leiste am Hinterrande besitzen.

Die Beziehungen zwischen den genannten Gazellen lassen sich in folgender Weise
veranschaulichen:

Gegenwart:

Pliocän

G. Granti G. Thompsoni G. dorcas
G.borbonica

G. Bennetti

G. subgutturosa

G.altid. G. dorcadoid. G. sp.Lyd.S.? G. palaeosin ens. G. brevicorn.

Obermiocän: G. ähnlich brevicornis,

aber kleiner und brachyodont.

Jedenfalls zeigt das Vorhandensein ächter Gazellen in der Hipparionenfauna Chinas,
•dass diese Gattung viel weiter zurückreichen muss, als es bisher den Anschein hatte. Pantholops
hat jedenfalls den nämlichen Ursprung wie Bennetti oder wie subgutturosa, was


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