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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/RA_4_2014_47/0198
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und umfasst somit abgesehen von Hyaenarctos und Antilope g. et sp. ind. eine Anzahl
Koken'scher Arten, sowie die meisten Arten, welche Owen besehrieben hat. Vielleicht darf
hieher auch noch der eine oder andere Bovidenzahn gestellt werden. Koken's Originale,
von deren unzweifelhaft pleistocänem Alter ich mich durch persönliche Untersuchung überzeugt
habe, stammen angeblich aus der Provinz Jünnan, die Owen'schen aus der Provinz Szctschwan-
Tschung King Fu. Unter dem Materiale, welches Herr Dr. Haberer dem Münchener Museum
geschenkt hat, ist nur Hyaenarctos, Hyaena sinensis, Ehinoceros plicidens und
Antilope, und selbst diese nur sehr spärlich und Tapirus sinensis, letzterer etwas besser.
5 Zähne, vertreten. Alle diese Thierreste haben weisse oder hellgelbe Farbe, Knochen und
Zahnbein kleben an der Zunge und das anhaftende Grestein ist Löss oder Höhlenlehm. Dass
diese Fauna auf die Provinzen des südwestlichen China beschränkt ist, halte ich für sehr
wahrscheinlich, denn einigen Credit darf man den Fundortsangaben der chinesischen Droguisten
doch immerhin schenken, und überdies lassen sich auch die Angaben Pumpelly's über
24 Höhlen bei Kia Ting Fu, Sz'tschwan, Höhle mit Knochen bei Wu Ting Tschou in Jünnan,
Drachenhöhle bei Schi Tsian Fu in Kwei Tschou und Knochenhöhle im Nan schan Gebirge in
Kwangsi mit jenen Fundortsangaben ganz gut in Einklang bringen.

Freilieh bietet die genauere Bestimmung des geologischen Alters dieser Fauna beträchtliche
Schwierigkeiten, denn keine einzige dieser Arten kommt ausserhalb China vor und selbst
die Aehnlichkeit mit der pleistocänen Fauna der Karnul-Höhlen in der Provinz Madras und
jener des Narbada-Thales in Indien ist eine ziemlich geringe. Ueberdies kennen wir auch das
Alter dieser letzteren Faunen nicht genauer, so dass also selbst, wenn etwa Arten aus den
Karnul-Höhlen wirklich unter der Pleistocänfauna China's nachgewiesen werden könnten, doch
für die Altersbestimmung nicht besonders viel gewonnen wäre. Wir sind also in dieser Hinsicht
in beiden Fällen ausschliesslich auf den Charakter der einzelnen Arten angewiesen.

Die Fauna der Karnul-Höhlen besteht zwar vorwiegend aus Arten, welche noch heutzutage
in Indien leben — mit * vermerkt — aber ausserdem auch aus solchen, welche jetzt
in Afrika beheimathet sind, sowie aus einigen ausgestorbenen, welche sich an recente afrikanische
Arten sehr enge anschliessen. Als afrikanische Arten nennt Lydekker1):

Cynocephalus sp., Hyaena crocuta, Equus asinus und Manis gigantea.

Für verwandt mit afrikanischen Arten hält er Atherura carnuliensis, Sus carnu-
liensis und Rhinoceros (Atelodus) carnuliensis, denen wohl Orys? Addax? anzureihen
wäre.

l) Lydekker. The Fauna of the Karnul Caves. Palaeontologia Indica. Ser. X, Vol. IV, Part. II 18SG,
p. 19-58, Spl. Die Fauna dieser Höhlen besteht aus folgenden Arten, von welchen die noch lebenden
mit * bezeichnet sind:

Semnopithecus entellus Duf'.*

Cynocephalus sp.

Felis tigris Linn.*
„ pardus Linn.*
„ chaus Güld*
„ rubiginosa Geoff.*

Hyaena crocuta Erxl.

Viverra carnuliensis Lyd.

Prionodon sp.

Herpestes griseus Desm.*
„ fuscus Wat.*
„ nipalensis Gray.*

Ursus labiatus Blainv.*

Sorex sp.

Taphozous saccolaemusTemm.*

Phyllorhina diadeina Geoff*
Sciurus rnacrurus Hardw.*
Gerbillus indicus Hardw.*
Nesokia bandicoota Bech.*

„ Kok. Gray.*

Mus mettada Gray.*
a plathythrix Syk*

sp.

Gollunda Ellioti Gray.*
Hystrix crassidens Lyd.
Atherura carnuliensis Lyd.
Lepus cfr. nigricollis Cuv.*
Equus asinus Linn.*

Bos? Bubalus sp.

Boselaphus tragocamelus
Pall*

Antilopide Oryx? Addax.'?
Gazella Bennetti Sykes*
Antilope cervicapra Linn.*
Tetraceros quadricornis

Blainv*
Cervus Aristotelis Cuv.

„ Axis Erxl.
Cervulus muntjac Zimrn*
Tragulus cfr. meminna Erxl.*
Sus cristatus Wagn*

„ carnuliensis Lyd.
Manis gigantea III.


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