http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/bardeleben1882/0021
Allgemeine Priiparierregelu.
9
(Tast-) zu dem rixierteu Teile vermissen läfst. Jedenfalls
aber lasse man den etwa auf der äufseren Fläche
der einen Branche hervorragenden Stift abfeilen.
Andauerndes Präparieren könnte sonst Anlafs zu lang-
Avierigen schmerzhaften Leiden am linken Daumen
oder Zeigefinger werden. (Eigene Erfahrung).
3. Schere. Eine mittelgrofse kräftige Schere
mit geraden Branchen genügt.
4. Muskelhaken. Diese würde Verf., zumal
wenn sie jederseits 2, im Ganzen also 4 Haken haben,
am liebsten vollständig vom Präpariersaale verbannen
. Ihren etwaigen Nutzen überwiegen die Unannehmlichkeiten
und Gefahren bei Verletzungen in
unverhältnismäfsigem Grade. Eine Manipulation mit
dem Doppelhaken ist so ziemlich gleichbedeutend mit
einer Eingerverletzung.
Von sonstigen Instrumenten sind noch nötig oder
doch sehr nützlich: je eine harte (metallene) und
weiche (Fischbein- oder dergl.) Sonde, ein Tubus
zum Aufblasen von hohlen Organen (z. B. Lunge,
Darm, Blase etc.), eine gerade Nadel (keine krummen !)
Unbedingt notwendig ist der Besitz eines Streichriemens
, ferner Lappen zum Abwischen der Instrumente
, sowie ein besonderer (alter) Präpari erBock
, der durch Schürzen etc. nur unvollkommen
ersetzt wird. Aus ästhetischen und hygienischen
Gründen sollte principiell auf den jedesmaligen "Wechsel
des Rockes vor und nach der Arbeit gehalten
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/bardeleben1882/0021