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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/biol_unt_1906_13/0040
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Philine aperta L.

(Taf. X, Fig. 9—12.)

Die Spermien von Philine sind zwar nach demselben Typus wie die von Doridopsis gebaut, es sind aber
doch einige Unterschiede nachweisbar.

Die Kopfform, welche sich mir als die natürliche erwies, ist in Fig. 9 wiedergegeben, wogegen die der Fig. 10
wahrscheinlich durch Anschwellung ihre so sphärische Grestalt bekommen hat. Die Form ist demnach sehr schmal
oval oder spiralförmig mit vorn stärker zugespitztem Ende, das ein relativ langes, fast nadeiförmiges Spitzenstück
trägt. Am hinteren Kopfende ragt vom Verbindungsstück, welches hier breit ansitzt, ein feines Stäbchen hinein,
an dessen vorderem Ende ein deutliches Körnchen (»Endknöpfchen») sitzt. Zwischen dem Kopfe und dem Verbindungsstück
bemerkt man eine dunkel gefärbte Scheibe, welche dem vorderen (proximalen) Zentralkörperring
entspricht; an beiden Seiten erkennt man als dunkle Körner die optischen Durchschnitte dieses Ringes. Zusammen
mit dem »Endknöpfchen» stellt der Ring den vorderen Zentralkörperapparat dar.

Das Verbindungsstück fängt mit seinem geraden Stützfaden relativ breit an, verschmälert sich aber bald
und läuft in derselben Weise wie bei Doridopsis bis zum hinteren schmalen Ende aus, wo es in ein kurzes, sehr
schmales, nadeiförmiges Hauptstück (Fig. 12) übergeht. Der Spiralfaden beginnt am hinteren Umfang des Kopfes
und verläuft, den Stützfaden umwindend, in weit längeren Touren als bei Doridopsis und Doris, aber in der
gleichen Richtung (von vorn-rechts nach hinten-links). Hier gelang es mir mehrmals Spermien da zu finden, wo
sich der Spiralfaden vom Stützfaden stellenweise abgelöst hatte und sogar angeschwollen war (Fig. 11); es zeigte
sich dabei, dass keine Substanz, jedenfalls kein Saum zu entdecken war, womit der Spiralfaden mit dem Stützfaden
vereinigt gewesen wäre.

Aeolis sp.

(Taf. X, Fig. 13—17.)

Die Spermien von Aeolis schliessen sich ihrem Typus nach denen von Doridopsis, Doris und Philine eng an.
Die Form des Kopfes ist in der Regel die der in Fig. 13 und 14 abgebildeten Spermien, wo eine Art von Spiraldrehung
angedeutet ist. In anderen Fällen haben sie aber auch eine mehr regelmässige, länglich ovale Form,
wie in Fig. 15, wogegen die Fig. 16 auf Anschwellung deutet oder auch ein nicht ganz reifes Stadium ist.
Am vorderen Ende sitzt ein zugespitztes, gewöhnlich aber nach einer Seite umgebogenes bezw. spiralig gedrehtes
Spitzenstück. Am hinteren Ende des Kopfes dringt auch bei diesen Spermien ein gerades Stäbchen hinein; hier
ist aber kein »Endknöpfchen» sichtbar, das Stäbchen ist eher zugespitzt.

Der Stützfaden des Verbindungsstückes fängt mit relativ breitem Ende am Kopfe an und verschmälert sich
allmählich nach hinten, indem er zugleich auch sehr schwache Spiralwindungen zeigt. Die Fig. 13 stellt ein
ganzes Spermium dieses Tieres dar. Man sieht hier auch, dass der Spiralfaden vorn am Kopfe beginnt, um sich
dem ebenfalls verschmälerten Stützfaden so eng anzulegen und immer weitere, längere Touren zu bilden, so dass es
zuletzt schwer wird, ihn zu erkennen. Er reicht aber offenbar bis zum hinteren Ende des Verbindungsstückes,
wo dieses in das sehr kurze, helle, stumpf endigende Rudiment des »Hauptstückes» übergeht. In Fig. 15 ist
der Spiralfaden relativ dicker als in den Fig. 13 und 14. Dies deutet ein früheres Ausbildungsstadium an, in
welchem dieser Faden stärker zu sein pflegt, um sich erst später in der vollen Reife zusammenzuziehen, bezw. zu
verschmälern.

Fig. 17 stellt ein weit früheres Stadium dar, in welchem der Spiralfaden erst angelegt wird; in solchen
Stadien finden sich am Verbindungsstücke Reihen von blasenähnlichen Erweiterungen, die als Reste des Zellprotoplasmas
übrig sind und aus denen sich sowohl der Stützfaden als der Spiralfaden entwickeln.

Aplysia punctata Cuv.

(Taf. X, Fig. 18—21.)

Die Spermien von Aplysia gehören zwar auch zu demselben Typus wie die der vorigen; sie unterscheiden
sich aber von diesen besonders durch die Kleinheit des Kopfes. Dieser bildet nämlich einen so unansehnlichen
Knopf (Fig. 18), dass man ihn anfangs leicht übersieht und den Kopf sogar für fehlend, weggefallen, halten
möchte. Bei genauerer Betrachtung findet man aber, dass es dem vorderen Ende des Schwanzes in der Grestalt einer
kleinen Rübe, das spitze Ende nach vorn, in der Weise angefügt ist, dass das schief abgestutzte Schwanzende


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