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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/biol_unt_1906_13/0073
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lässt und äusserst fein geworden verschwindet. Mit Anilinfarben färbt er sich gut und lässt sich infolgedessen in
der angeschwollenen, nicht oder sehr schwach gefärbten Kopfsubstanz wahrnehmen. Ballowitz, der im J. 1890
die entsprechenden Verhältnisse bei Triton untersuchte und an den Spermien dieses Tieres einen dem Kopfe seitlich
anliegenden Spiessfaden fand, scheint angenommen zu haben, dass meine Angabe nicht richtig gewesen sei.
Beoman, der dann (1900) die Köpfe sowohl von Salamandra als auch von Triton untersuchte, hat gezeigt, dass
sowohl ich als auch Ballowitz Eecht haben, da sich die Sache bei Salamandra so verhält, wie ich, und bei Triton
so, wie Ballowitz sie beschrieb. Ich habe nun auch die Verhältnisse von neuem untersucht und dies konstatieren
können. Beim Triton (Molge) habe ich schon oben (s. Taf. XIX, Fig. 7, 7, 9) die Darstellung von Ballowitz
bestätigen können. Und bei Salamandra fand ich das Verhalten des Spiessfadens gerade so wie früher (im J. 1881),
da er wirklich in der Mittellinie der Kopf Substanz liegt. Um ganz hiervon sicher zu sein, suchte ich den Kopf in
verschiedenen Lagen und von verschiedenen Seiten zu betrachten (Fig. 4, 6, 8) und fand immer dasselbe Verhalten.

Die Hülle des Kopfes rührt offenbar, wie bei anderen Spermien, von der ihn in den früheren Stadien der
Entwicklung umschliessenden Zytoplasmasubstanz her. Beste derselben sieht man an den noch nicht reifen Sper-
mienköpfen in der Gestalt länglicher »Tropfen», die nicht nur den Kopf, sondern auch den übrigen Teil der
Spermien einhüllen (Fig. 7) und sich allmählich reduzieren, um zuletzt als eine nur kaum mehr sichtbare, äusserst
zarte Hülle zurückzubleiben.

Das vordere Zentralkörperstück hat ungefähr dieselbe Grösse und Gestalt wie bei Molge cristata, ist also
kürzer als bei Molge pyrrhogastra, Molge viridescens und Siredon pisciformis. An seinem hinteren Ende findet
man das zuerst von Jensen bei Triton gesehene, von Czeemak, mir u. a. bei Salamandra nicht früher wahrgenommene
kleine seitliche glänzende Knöpf chen (Fig. 1, 10, 11, 12), an dem ich jedoch auch bei Salamandra noch ein
zweites hinten-innen gelegenes Knöpf chen oder Körnchen gefunden habe. An diese Knöpf chen steigt der Bandfaden
empor, und er befestigt sich scheinbar an sie.

Der Schwanz ist bei Salamandra auffallend kurz; er besteht bekanntlich aus dem Stützfaden und der an
diesen lateral befestigten Flossenmembran, welche in ihren wellenförmigen Biegungen durch ihren Bandfaden in
Ordnung gehalten wird. Der Stützfaden besteht aus einem zentralen Achsenfaden und einer Hülle, welche sich
durch Mazeration in Querstücke zerteilen oder zerbröckeln lässt (Fig. 12). Eine Spiralfaser lässt sich aber nicht
nachweisen. Die Flossenmembran ist verhältnismässig niedrig. Am hinteren Teil des Stützfadens erkennt man
den von Czeemak und mir beschriebenen Absatz (Fig. 1 und 13), welcher bei Salamandra stark entwickelt ist,
wonach die von Czeemak und später auch von mir früher als Endstück bezeichnete schmale und weniger färbbare
Bartie des Schwanzes nach hinten ausläuft. Nach meiner jetzigen Auffassung kann ich nicht umhin, die früher
als Hauptstück bezeichnete Bartie als Verbindungsstück und die hinterste schmale Bartie als Hauptstück zu betrachten
, wogegen ein demjenigen der Säugetierspermien entsprechendes Endstück den Salamandra-Spermien ganz
zu fehlen scheint. Hinten legen sich das Stützfadenende und der Bandfaden nahe aneinander und begrenzen so
das Ende der Flossenmembran, wonach der Bandfaden eine Strecke weit frei herausragt (Fig. 1, 13).

Pleurodeles Waltlii Mich.

0

(Molg-e Waltlii Blgr.)
(Taf. XXI.)

Uber die Spermien von Bleurodeles habe ich in der Literatur keine Angaben gefunden. Sie bieten jedoch
einige interessante Verhältnisse dar, die sie von denen der anderen bisher beschriebenen Urodelen-Spermien unterscheiden
. Ihre Länge ist ungefähr wie die bei Salamandra. Der Kopf ist jedoch relativ noch kürzer (Fig. 1).
Er trägt an seinem verschmälerten Vorderende ein ziemlich stark verdicktes Spitzenstück, welches hinten mehr oder
weniger scharf abgesetzt ist und einen nach hinten-aussen gerichteten, ziemlich starken und spitzen Widerhaken
trägt (Fig. 1—6, 9). Dieser Widerhaken gehört einem grösseren, mit einer das Kopfende umfassenden Hülse versehenen
Widerhakenstück an, welches in die Hülle des Kopfendes eingefügt und von ihr differenziert ist. Besonders
deutlich sieht man dies an solchen Spermien, wo die Hülle mit dem Widerhakenstück vom vorderen Kopfende
abgestreift ist, wie in Fig. 9, wo diese Bartie abgelöst und dem freien Spiess anhaftet. SoAvohl hier wie in den
Fig. 2 — 7 sieht man auch, dass das vorderste Ende des Spitzenstückes als ein heller Knopf hervorragt und


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