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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/biol_unt_1906_13/0129
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Dann habe ich auch nach derselben Methode die Gucumaria lactea untersucht. Hier sah ich an der ganzen
Körperhaut zwischen den verhältnismässig grossen Feldern des Epidermosaiks (Fig. 7) überall ziemlich zahlreiche
rundliche oder ovale Knöpfchen eingestreut, welche den peripherischen Enden der Sinneszellen an den Ambulakral-
fussenden und Tentakeln bei Mesothuria so ähnelten, dass sie wohl als solche Zellenenden zu bezeichnen sind. Da
aber auch in den Zellen selbst einzelne glänzende Körnchen liegen, muss man sich in Acht nehmen, diese letzteren
mit den in den Grenzlinien der Zellen gelegenen Sinneszellenenden zu verwechseln. An den Tentakeln der Cucu-
maria findet sich eine ähnliche Verteilung der Sinneszellen (Fig. 8), wie in der übrigen Körperhaut; die peripherischen
Enden derselben sind aber im ganzen kleiner; ebenso sind auch die Stützzellenenden kleiner (Fig. 9).

Schliesslich habe ich auch Synapta untersucht. An diesem Tiere gelang es mir ebenfalls, in einer Anzahl
von Präparaten eine schöne Versilberung der Epidermisgrenzen in der Haut zu bekommen. Oft sah ich sowohl
an den Tastpapillen als auch in der zwischen ihnen liegenden Haut kleine runde oder ovale glänzende Knöpfe;
da aber auch innerhalb dieser Grenzlinien solche Knöpfe sichtbar waren und es mir nicht gelang, mit voller Sicherheit
diese Körnchen von den wahren Endknöpfen der Sinneszellen zu unterscheiden, so werde ich diesmal auf die
fraglichen Verhältnisse bei Synapta nicht weiter eingehen. Offenbar sind ja nach Hamakn's genauen Untersuchungen
auch hier echte Sinneszellen in der Epidermis, v. a. in den Tastpapillen, vorhanden, und die von mir gewonnenen
Silberbilder sprechen sehr dafür, dass sie auch in den Zwischenräumen der Stützzellen liegen. Dies wird noch
wahrscheinlicher durch die Silberbilder der Tentakeln. Hier (Fig. 10) sind an den Grenzen der polygonalen Felder
des Epidermismosaiks einzelne rundliche und ovale Knöpfe eingestreut; wegen des Fehlens der anderen glänzenden
Körner ist es hier viel leichter, die Natur dieser Knöpfe sicherer zu bestimmen, und ich bin davon überzeugt,
dass wirkliche Sinneszellen vorliegen.

An der Innenfläche der Tentakeln findet sich bekanntlich je eine hervorragende Tastpapille; auch von diesen
Papillen erhielt ich eine Silberzeichnung, ein Mosaik von viel kleineren Feldern und mit zahlreichen, zwischen den
etwas grösseren polygonalen Feldern befindlichen Knöpfen, welche offenbar als peripherische Enden von Sinnesnervenzellen
zu bezeichnen sind. In der Fig. 10 sieht man von oben, in der Mitte des Tentakelepidermismosaiks,
eine solche versilberte Papille.

as k


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