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vordersten Teil der ovalen Mäche des Septum narium, das bei der Ausbildung des sekundären Gaumens in die
Fläche des definitiven Mundhöhlendaches mit hineingezogen wird.
Von den übrigen Partieen des Mundhöhlendaches von Echidna finde ich in Seydel's Arbeit keine Beschreibung
oder Abbildung.
In der übrigen Literatur habe ich auch vergebens nach Darstellungen dieser Teile gesucht.
Ich gehe jetzt zu der Beschreibung meines eigenen, besonders für diesen Zweck gemachten Präparates von
dem erwachsenen Echidna-Männchen über. Bekanntlich ist die Mundöffnung bei Echidna sehr klein, nur wenig
mehr als einen cm nach, hinten reichend. Um die Wände der Mundhöhle und der Zunge gut zu härten muss
man deshalb schon am frischen Objekte die Backen aufschneiden und am liebsten den Unterkiefer vorsichtig
entfernen, bevor man das Präparat in die Härtungsflüssigkeit bringt. Dies habe ich auch getan. Das Präparat
ist deshalb vorzüglich gehärtet.
Das Mundhöhlendach ist in der Fig. 1 in seiner ganzen Ausdehnung entblösst (2 mal vergrössert). Vorn
sieht man die wulstige, nahe dem inneren Bande mit einer bogenförmigen Furche versehene Lippenverdickung;
hinter ihren Enden erkennt man beiderseits die Fläche des Schnittes, durch welche der Unterkiefer entfernt worden
ist. Das innerhalb dieser Grenzen gelegene Mundhöhlendach oder der Gaumen zeigt eine sehr schmale dreieckige
Gestalt mit hinterer Erweiterung. Vorn verschmälert sich die Gaumenfläche stark und läuft löffeiförmig abgerundet
aus. Die Gaumenfläche ist im ganzen flach, aber doch, besonders in ihren vorderen Partieen, an den Seiten
etwas ausgehöhlt. An ihr ist von vorn nach hinten eine Anzahl von regelmässig angeordneten Leistenbildungen
sichtbar, welche als Gaumenleisten zu bezeichnen sind. Sie sind in den verschiedenen Partieen des Gaumens von
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verschiedener Art. Infolgedessen kann man, ausser der Papillenregion, drei verschiedene Begionen des Gaumens
unterscheiden, nämlich eine vordere, eine mittlere und eine hintere.
In der vordersten Partie, dicht hinter dem Lippenwulst, liegt die Begion der Papilla palatina als ein schmaler
medianer, hinten ein wenig verbreiterter Höcker, und zu beiden Seiten von ihr ist je eine Öffnung der Canales naso-
palatini, die in meinem Präparat kleiner als in Seydel's Abbildung waren; diese beiden Öffnungen sind aussen
sowie vorn und hinten von einem schmalen, niedrigen Wall umgeben (in meiner Fig. hat der Zeichner den hinteren
Teil des Walles etwas zu wenig nach innen umbiegend wiedergegeben). An den Seiten sind einige andere
kleine Höcker vorhanden.
Hinter dieser Begion der Papilla palatina und Foramina canalium naso-palatin. folgt eine kurze Begion, die
dadurch ausgezeichnet ist, dass sich hier über ihr zwei Paar kurze, der Quere nach gelegene Gaumenleisten befinden,
welche in der Medianlinie unterbrochen und über ihrer ganzen Oberfläche mit kleinen rundlichen Höckern oder
Knöpfen versehen sind. Sie gehen vorn in die umliegende Schleimhautfläche ohne direkte Abgrenzung über;
am hinteren Bande ragen sie über diese Fläche hervor. Die vordere dieser Leisten findet sich gleich hinter der
Papille und den Kanalöffnungen, die hintere liegt dicht hinter den hinteren Winkeln der Mundöffnung.
Dann folgt die mittlere Leistenregion, die dadurch ausgezeichnet ist, dass 5 bogenförmige, in ungefähr
gleichen Abständen voneinander angeordnete, vorn in die Gaumenoberfläche direkt übergehende, hinten scharf
begrenzte und über diese Fläche sogar überhängende Leisten vorhanden sind, welche mit ihren Bogenschenkeln
an den Seiten des Gaumens weit nach hinten verlaufen. Diese Leisten haben also einen nach hinten gerichteten
konkaven Band. Bei genauer Untersuchung sieht man, dass dieser Band gefranzt ist, indem er sich in eine Beihe
dicht gedrängter kleiner Knöpfchen auflöst. Jede zwischen diesen Leisten liegende Partie der Gaumenfläche ist
etwas ausgehöhlt und senkt sich von der hinteren Leiste nach der vorderen hin.
Schliesslich findet sich in der hinteren Hälfte der Gaumenfläche eine Begion, welche sich dadurch auszeichnet
, dass hier 9 anders gestaltete Leisten vorhanden sind. Sie bestehen nämlich aus stachelartig geformten,
harten Fortsätzen, welche sämtlich nach hinten gerichtet sind und, einander parallel gestellt, mit ihren Spitzen
etwas über die Gaumenfläche hervorragen. Die vier vorderen dieser Leisten sind bogenförmig, ihr hinterer
Band konkav; sie sind auch kürzer, mit nach hinten wachsender Breite. Die vier hintersten stehen mehr der
Quere nach, gerade oder gebogen, angeordnet; sie sind auch viel dichter aneinandergestellt.
Im ganzen lassen sich also am Gaumen von Echidna 16 Leisten zählen. Hinter der sechzehnten fand sich
in der Medianlinie noch ein ganz vereinzelter Stachelfortsatz derselben Art wie die Fortsätze der hinteren Leisten;
ob er noch eine rudimentäre Leiste angibt, kann ich nicht entscheiden.
Zwischen sämtlichen Leisten ist die Gaumenfläche glatt und hart, ohne Fortsätze oder papilläre Erhabenheiten
.
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