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bildungen des Gaumens gibt er von Fötus von 5,5 cm, 7,3 cm, 16 cm, von zwei neugeborenen Kindern sowie
von einem Erwachsenen von 25 Jahren.
Da mir eine grosse Eeihe von in Formol gut gehärteten menschlichen Fötus aus den verschiedenen Monaten
, die ich für meine Untersuchungen der Entwicklung der Körperformen gesammelt hatte, zur Verfügung
stand, habe ich für die vorliegende Darstellung aus dieser Eeihe eine Anzahl ausgewählt, die mir charakteristisch
erschienen und zugleich die häufigsten Variationen darboten. Von vornherein muss ich indessen betonen, dass ich
die Verhältnisse beim menschlichen Fötus nicht so einfach und so regelmässig gefunden habe, wie sie Gegenbattr
dargestellt hat. Es kommen zwar einzelne Fälle vor, in denen die Graumenleisten, wie in den Abbildungen dieses
Forschers, ziemlich regelmässig der Quere nach angeordnet sind; in der weitaus überwiegenden Mehrzahl wechseln
sie aber in der verschiedensten Weise und sind so unregelmässig, dass eine genaue Beschreibung derselben auf
grosse Schwierigkeiten stösst. Eine eingehendere Beschreibung würde auch wenig lohnend oder nützlich sein. Ich
entschloss mich deshalb, eine Auswahl dieser Gaumen in bildlicher Darssellung vorzulegen, und habe auf den
Tafeln XLV, XL VI und XL VII nicht weniger als ihrer 22 aus den verschiedenen Fötalmonaten in vergrössertem
Massstabe wiedergeben lassen. Ein Blick auf diese Tafeln wird weit besser als die eingehendste Beschreibung eine
Kenntnis von diesen Verhältnissen geben können. Unter Hinweis auf diese Tafeln werde ich also nur eine
zusammenfassende, übersichtliche Darstellung geben.
Die von mir für diese Darstellung benutzten Embryonen und Fötus hatten folgende Masse. Ich gebe jede
Tafel für sich an:
Taf.
XLV.
Taf. XLVI.
Fig. 1 ...
... 3,i cm
Scheitel-Steisslänge.
Fig. 1 ...
... 11,5 cm Sclieitel-Steisslänge.
Fig.
1
Fig. 2 ...
4,3 »
»
Fig. 2
12,2 » »
Fig.
2
Fig. 5
... 6,o »
»
Fig. 3
. .. 13,2 » »
Fig.
3
Fig. 7 ...
... 6,5 »
»
Fig. 5
... 14,3 * »
Fig.
4
Fig. 6
... 7,0 »
»
Fig. 4
., 15,0 » »
Fig.
5
Fig. 8
... 7,o »
Fig. 6
... 16,o » »
Fig. 3
... 8,o >
»
Fig. 7 ...
... 17,o » »
Fig. 4
8,5 »
»
Fig. 8
... 18,o » »
Fig. 9
12,2 »
»
Taf. XLV II.
30,o
32,5
45,o
48,o
Wegen des Formates der verschiedenen Figuren konnte leider die Beihenfolge der Masse der Körperlänge
nicht vollständig als Norm bei der Anordnung auf den Tafeln beobachtet werden.
Auf der Taf. XLV sind die Fig. 1—4 in 10-maliger, Fig. 5 — 8 in 5-maliger Vergrösserung dargestellt.
Auf der Taf. XLVI sind alle Fig. 5-mal vergrössert. Auf der Taf. XLVII sind Fig. 1—3 5-mal, Fig. 4 und 5
sind 3-mal vergrössert.
Wie aus den obigen Massangaben hervorgeht, habe ich aus gewissen Perioden des Fötallebens mehrere Beispiele
gewählt, eben um zu zeigen, dass während einer und derselben Periode die Variationen in dem Verhalten
der Gaumenfalten sehr bedeutend sind, und dass in den einzelnen Perioden kein besonderer Typus vorherrscht.
Wenn ich nun mit dem jüngsten Embryo, bei dem ich Anlagen von Gaumenleisten fand, nämlich mit dem in
Fig. 1 der Taf. XLV abgebildeten Graumen eines 3,i cm langen (Sch.-St.-L.) Embryos beginne, ist zu bemerken, dass
hier die Gaumenspalte offen ist und sich besonders hinten weit öffnet (die hintersten Enden der Gaumerplatten-
fortsätze waren leider schon vorher abgetragen). An den beiden Plattenhälften erkennt man schon eine Reihe von
Querbändern (4—5), welche offenbar den Anlagen der Leisten entsprechen. Ich betone dies, weil Gegenbattr sagt:
»Bei Embryonen von 4,2 cm—4,5 cm Scheitel-Steisslänge bot der harte Gaumen einen völlig glatten Befund».
Bei Embryonen von 4,3 cm Länge (Fig. 2 ders. Taf.) bot die vordere Partie des Gaumens eine schon ausgeprägte
Ausbildung sowohl der Papille als der Leisten, von denen man etwa vier, in der Mitte unterbrochene
zählen kann. Die Leisten verlaufen der Quere nach in ziemlich gleicher Entfernung voneinander, und zwar auch
lateralwärts auf die von Gegenbaue als Gaumenwälle bezeichneten seitlichen Erhebungen des Gaumens (in der
Fig. fehlt ein Teil der einen Seite, weil er am Präparat hier schon vorher abgetragen war); in der Medianlinie
bemerkt man eine feine Furche und beiderseits von ihr je einen schmalen, lateralwärts von einer Furche begrenzten
Wall, welcher sich hinten bis an die noch mit medianer Furche versehene Uvula fortsetzt. Hier sind offenbar die
Spuren der Verwachsung der beiden Seitenplatten noch vorhanden.
In den darauf folgenden Stadien, die in den Fig. 5, 6, 7 und 8 der Taf. XLV abgebildet worden sind und
einer Scheit.-St.-Länge der Embryonen von 6 bis 7 cm entsprechen, hat man an der Gaumenplatte die mediane
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