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Am hinteren Ende des Verbindungsstückes findet man nach einer ziemlich starken Verschinälerung das
Hauptstück des Schwanzes hinausschiessen. Es ist ziemlich lang und dünn, und es verschmälert sich immer mehr
nach hinten hin. Das hinterste Ende setzt sich ziemlich deutlich ab und bildet ein kurzes, sehr feines Endstück

(Fig. 13 und 14).

Hin und wieder traf ich abgelöste Schwänze an, welche sich nach vorn hin in zwei teilten, von denen jeder
vorn mit einem Centraikörper und hinter diesem mit je zwei kleinen Verdickungen versehen war (Fig. 22). Es
sah aus, als ob sie sich in zwei Fäden aufgelöst hätten; es wäre aber auch möglich, dass sie einem Doppelschwanz
entsprächen.

Schliesslich ist zu erwähnen, dass ich hier auch eine Art von Spermien antraf, deren Organisation sehr
schwer verständlich ist. Von dem hinteren Ende des sonst gewöhnlich gestalteten Kopfes ragte ein Schwanz
hinaus, an dem kein eigentliches Verbindungsstück wahrnenmbar war, sondern nur ein langes, schmales, sackartiges
oder röhrenförmiges Gebilde, welches einige fadenähnliche Verdickungen darbot (Fig. 21). Solche Spermien können
nicht gerne als normale Bildungen betrachtet werden, sondern stellen wohl atypische, abnorme Formen dar;
dass Bildungen abnormer Art hier vorkommen, hängt vielleicht damit zusammen, dass solche Exemplare dieser Vögel,
die uns zugänglich sind, während mancher Jahre ihr Leben in Gefangenschaft zubringen, und zwar in engen
Bauern. Der Vorrat an Spermien bei den von mir untersuchten Exemplaren war auch stets gering.

Pici.

Dendrocapus major (L ).

(Taf. XXXI, Fig. 23—26.)

Von diesen Spermien hat Ballowitz eine Beihe von Abbildungen gegeben, und zwar teils von unveränderten,
teils von angequollenen. Man unterscheidet hier den ziemlich langen, cylindrischen, nach vorn hin sich verschmälernden
, etwas seitwärts gebogenen Kopf mit einem schmal konischen, ziemlich zugespitzten Spitzenstück (Fig. 23),
an dessen Fuss eine ringförmige Verdickung wahrnehmbar ist, und den Schwanz, dessen Verbindungsstück, ungefähr
wie an den Gallusspermien, verhältnismässig kurz ist (etwa x/* "^er Länge des eigentlichen Kopfes). Das Verbindungsstück
verschmälert sich etwas nach hinten hin; es zeigt in ihrem Inneren Körnchen, welche als optische
Durchschnitte eines Spiralstrangs aufzufassen sind (Fig. 23, 26). In früheren Stadien sieht man deutlicher die
Körnchen, aus welchen sich der Spiralstrang aufbaut (Fig. 25); in dieser letztgenannten Figur sieht man auch am
hinteren Ende des Verbindungsstücks den schmalen Axenfaden hinaustreten und in das Hauptstück übergehen.
Am vorderen Ende des Verbindungsstücks bemerkt man den ins Hinterende des Kopfes etwas hineinragenden
proximalen Centraikörper (Fig, 23, 24, 25, 26).

Das Hauptstück ist nicht besonders lang; es ist indessen möglich, dass an den von mir abgebildeten Schwänzen
das hinterste Stück fehlt; es ist im ganzen dünn und verschmälert sich allmählich nach hinten hin.

An nicht ganz reifen Spermien (Fig. 24—26) ist der Kopf gewöhnlich etwas dicker, als an den ganz reifen.

Striges.

Syrnium alueo (L).

(Taf. XXXI, Fig. 27—28.)

^ on diesem Vogel konnte ich leider keine ganz reifen Spermien erhalten. Da aber die unreifen einige
interessante Verhältnisse darboten, habe ich auf der Tafel XXXI zwei solche abbilden lassen. Der Kopf ist
ziemlich breit cylindrisch, wurstförmig und trägt am vorderen Ende ein kuchenförmiges oder kurz tütenförmiges
Spitzenstück von etwas wechselnder Grösse. Das Verbindungsstück fand ich an den in meinen Präparaten (aus

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