Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., TF 2014/26
Bock, Carl Ernst
Hand-Atlas der Anatomie des Menschen: nebst einem tabellarischen Handbuche der Anatomie
Berlin, 1864
Seite: 23
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Anatomische Literatur

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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/bock1864/0041
5) Lig. susjiensorium dentis episiropkei, Aufhänge-
band des Zahnfortsatzes. Anheftp.: Spitze desprocessus
odontoideus; — vorderer Umfang des foramen magnum.

e) Band im Atlas, zur Befestigung des Zahnfortsatzes.

6) Lig. transversum atlantis, Querband des Atlas.
Anheftp.: tubercula lateralia an der innern Fläche der partes
s. massae laterales atlantis. Es bildet mit seinem appendix
superior (Anheftp.: vorderer Rand das foramen magnum)
und inferior (Anheftp.: innere Fläche des Körpers des
2. Halswirbels) das lig. cruciatum.

d) Bander zwischen Kopf und niehrern Halswirbeln.

7) Apparatus Ugamentosus {capitis et vertebrarum colli),
Bandmasse des Kopfes und der Halswirbel. Anheftp
.: innere Fläche der p>ai's basüaris ossis oeeipitis; —innere
Fläche des Körpers des 3. u. 4. Halswirbels.

8) Lig. nuchae s. cervicis, Nackenband. Anheftp.:
spina und crista occipitalis externa; — Einschnitte der Processus
spinosi der Halswirbel.

III liigg* ossis hyoidei, Mnber öes

3ungenöetns.

Das Zungenbein ist nach oben mit dem Schädel
(durch ligg. stylo-hyoidea), nach unten mit dem Kehlkopfe
(durch ligg. hyo-thyreoidea) verbunden. Ausserdem
geschieht die Verbindung der einzelnen Theile des Zungenbeins
unter einander durch straffe Kapselbänder.

1) Lig. stylo-hyoideum {s. Suspensorium ossis Jiyoidei),
Griffel-Zungenbeinb and. Anheftp.: Spitze der Processus
styloideus des Schläfenbeins ; — kleines Horn des Zungenbeins
. — Es könnte auch lig. stylo-mylo-hyoideum genannt und
als Fortsetzung des lig. stylo-maxillare betrachtet werden.

2) Lig. capsulare cornu rnajoris, ein sehr straffes
Kapselband, welches das grosse Horn mit dem Körper des
Zungenbeins vereinigt.

3) Lig. capsulare cornu minoris, zur Befestigung des
kleinen Horns an den Körper und das grosse Horn des
Zungenbeins.

B. Ligamenta trunei, fönkr am tatpfe.

Die Bänder am Kumpfe vermitteln theils bewegliche, theils unbewegliche Verbindungen von Rumpfknochen
unter einander und zerfallen in die Bänder der Wirbelsäule, des Brustkastens und des Beckens.

I. ligg. columnae vertebrarum,

Mnrjei* her WirGelJaufe.

Die Verbindung der Wirbel unter einander ist eine
Amphiarthrose und geschieht durch die Zwischenwirbelknorpel
, durch die ligg- longitudinalia, capsularia, flava,
interspinalia (und apieuvi) und intertransversalia. Die
Beweglichkeit der Wirbelsäule hängt vorzugsweise von
den Zwischenwirbelknorpeln ab, denn diese bilden elastische
Polster, welche dem darauf liegenden Wirbel
eine geringe Bewegung nach allen Seiten hin erlauben,
ihn aber zugleich mit dem nächst folgenden Wirbel fest
verbinden. Der Grad der Beweglichkeit, wenn auch
zwischen den einzelnen Wirbeln ein geringer, ist doch
bedeutend, wenn sämmtliche Bewegungen der Wirbel
zusammengenommen werden; er ist übrigens nicht an
allen Stellen der Wirbelsäule derselbe. Da, wo der
Canal für das Rückenmark am engsten ist (am Brust-
theile), findet sich die wenigste Beweglichkeit (es ist nur
eine ganz geringe Verschiebung möglich), während mit
dem Weiterwerden dieses Canales am Hals- und Lenden-
theile die Beweglichkeit zunimmt. Es beruht diese grössere
und geringere Beweglichkeit auf der Höhe der
Wirbelkörper und der ZAvischenwirbelknorpel; je niedriger
die ersteren, und je höher die letzteren, desto
grösser ist die Beweglichkeit; auch übt auf diese die
Stellung und Länge der Fortsätze Einfluss aus; vorzüglich
sind es die Gelenk- und Dornfortsätze, welche dies
thun. — Was die Bewegungen der Wirbelsäule
betrifft, so kann dieselbe gebogen, gestreckt, nach den
Seiten geneigt und um ihre Achse gedreht werden. Die
grösste Beug- und Streckbewegung findet zwischen dem
3. und 7. Halswirbel, zwischen dem 11. Brust- und
2. Lendenwirbel, und an der Verbindung zwischen dem
5. Lendenwirbel und Kreuzbein statt. Die Seitwärts-
krümmuno- ist ebenfalls im Hals - und Lendentheile am
bedeutendsten, im erstem grösser als im letztern. Die

Achsendrehung, auf der Torsionsmöglichkeit der Zwischenwirbelknorpel
beruhend, nimmt, wie die Breite
der Knorpel zunimmt, vom Halse an nach abwärts
fortwährend ab.
a) Bänder der Wirbclkörncr.

1) Gartilagines intervertebrales und ligg. interverte-
bi'alia, Zwischenwirbelknorpel und Bänder. Anheftp
.: untere Fläche und unterer Rand des höhern Wirbelkörpers
; — obere Fläche und oberer Rand des nächstfolgenden
Wirbelkörpers.

2) Lig. longitudinale (s. commune) anticum (s. fascia
communis anterior), vorderes Längenband. Anheftp.:
tuberculum atlantis anticum; — die vordere Fläche der
Wirbelkörper (bis zum 3.—4. Lendenwirbel).

3) Lig. longitudinale (s. commune) posticum (s. fascia
communis posterior), hinteres Längenband. Anheftp.:
hintere Fläche der Wirbelkörper (vom 3. oder 4. Halswirbel
an) und Zwischenwirbelknorpel.
Bänder der Wirbelbogen.

4) Ligg. subflava (flava s. intercruralia), gelbe Bänder
. Anheftp.: unterer Rand des höhern Wirbelbogens; —-
oberer Rand des nächstfolgenden Wirbelbogens.

Bänder der (»elenkfortsätze.

5) Liigg. capsidaria (s. articularia processuum obli-
quorum), Kapselbänder der Wirbel. Anheftp.: der
Umfang zweier an einander liegender processus obliqui.
Bänder der Stachelfortsätze.

6) Ligg. interspinalia, Zwischendornbänder. Anheftp
. : unterer Rand des höhern Stachelfortsatzes; — oberer
Rand des nächstfolgenden.

7) Ligg. apicum, Stachelspitzenbänder. Anheftp.:
die Spitzen zweier über einander liegender Processus spinosi.

Bänder der Qnerfortsätze.

8) Ligg. intertransversalia, Zwischenquerfort-
satzbänder. Anheftp.: die Spitzen zweier über einander
liegender processus transversi.

——

b)

0

d)

e)


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