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— XIII —
Gestalt und Behaarung der Blätter gleicht er dem C. elongatus; in
der Form des Kelches mehr dem C. purpureus. Die Farbe der Blume
ist ein Gemisch von Weissgelb und Lichtrosenroth, indem die Fahne
die letztere Farbe besitzt, Flügel und Kiel die erstere; beim Welken
oder Trocknen tritt die rothe Farbe stärker hervor und wird der des
Cytisus Adami fast gleich. Die Blüthen erhalten sich sehr lange frisch,
setzen aber keine Früchte an. Ueber die Entstehung dieses schönen
Bastards hatten die Gebrüder Baumann die Gefälligkeit mir nachfolgende
briefliche Mittheilung zu machen: „Unser C. purpureo- elongatus ist
von unseren eigenen Aussaaten entstanden, allein nicht durch künstliche
Befruchtung. Die Mutter dieser Pflanze ist C. elongatus, von
welchem wir den Samen sammelten; neben diesem stand aber ein
C. purpureus, und wahrscheinlich ist der Pollen durch Insekten von
der letzteren Pflanze auf die erstere übergetragen und so dieser Bastard
erzeugt worden. Eine Umänderung der Form, wie sie bei C. Adami
vorkommt, haben wir bei dieser Pflanze noch niemals bemerkt". Nach
diesem Allem sehen wir mit um so grösserer Ungeduld der sicheren
und durch das wiederholte Experiment bestätigten Ausmittelung der
Entstehungsweise des C. Adami, und damit zugleich der Feststellung
mehrerer der wichtigsten physiologischen Thatsachen, entgegen. In
Beziehung auf das p. 335 erwähnte Zurückschlagen des Cytisus La-
burnum quercifolius in den gewöhnlichen Goldregen mit ganzrandigen
Blättchen will ich hier noch nachträglich erwähnen, dass ich die
gleiche Erscheinung in diesen Tagen auch im hiesigen botanischen
Garten beobachtet habe, und zwar zeigte sich auch hier der Ueber-
gang zur Stammart in scharfer Absonderung von der Varietät, nicht
durch allmählige Zwischenstufen vermittelt.
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