Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., V 3802
Braun, Alexander
Betrachtungen über die Erscheinung der Verjüngung in der Natur: insbesondere in der Lebens- und Bildungsgeschichte der Pflanze
Freiburg im Breisgau, 1849/50 [erschienen] 1850
Seite: 197
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  (z. B.: IV, 145, xii)



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coccus pluvialis (p. 137. 169) wieder angeführt werden. Aus den
dickhäutigen, ruhenden (Samen-)Zellen kommen durch unregelmässiges Aufplatzen
der Zellhaut 4 (selteu 2 oder 8) bewegliche Zellen hervor, wobei
die innerste; höchst zarte Lamelle der Mutterzellhaut sich ablöst, theilweise
blasenartig hervortritt und später zerreisst, als die äussere dicke Zellhaut.
Die gonidienartigen Zellen bilden in oben beschriebener Weise allmählig eine
höchst zarte Haut um sich, innerhalb welcher sie sich endlich abermals in
4 (selten 2 oder 8) oder, wenn Microgonidienbildung eintritt, in 32 Theile
theilen, welche schon vor dem Ausschwärmen innerhalb der geräumigen
Hülle sich bewegen. Bei Pediastrum (p. 173) brechen 4, 8, 16, 32
oder 64 bewegliche Gonidien, von der zarten Innenhaut der Mutterzelle
blasenartig umschlossen, durch einen Riss der alten Zelle hervor. Eine
grössere, gleichfalls durch wiederholte Theilung des Zellinhalts entstandene
Zahl beweglicher Gonidien durchbricht die Mutterzelle bei Cystococcus*),
Characium *#), Ectocarpus *##). Sehr zahlreiche, aber nicht durch
successive Theilung des ganzen Inhalts, sondern durch simultane Theilung
der blossen Schleimschicht gebildete Schwärmzellen treten durch unregelmässiges
, seitliches Aufplatzen des Mutterzellschlauches hervor bei Asci-
dium (p. 136), Hydrodictyon f), Chaetomorpha aereaff),
Bryopsis fff); durch Aufreissen an der Spitze des Schlauchs bei der durch
Solier von Bryopsis unterschiedenen Gattung Derbesia§), so wie bei

*) Nägeli, einzell. Alg. p. 84. t. III. E.
**) Ebendas. p, 86. t. III. D.

***) Crou^n, Ann. des sc. nat. 1839. p. 248. t. 5. Nach Thür et (Ann. des
sc. nat. 1845. p. 274) haben die Gonidien dieser Gattung 2 Flimmerfäden,
f) Nämlich aus denjenigen Zellen, in welchen sich keine neuen Netze bilden

(vergleiche oben p. 146).
ff) Nach Jac. Agardh (Ann. des sc. nat. 1836. p. 194. t. 12. f. 1).
fff) Nach ebendemselben am angef. Orte p. 200 t. 12. f. 9.
§) Ann. des sc. nat. 1847. t. 7. Die Gattung üerbesia begreift Bryopsis
tenuissima und Lamourouxii der Autoren; die fruchtbaren Zweiglein sind


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