Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., TX 2014/526
Schmidt, Emil [Hrsg.]
Catalog der im Anatomischen Institut der Universität Leipzig aufgestellten craniologischen Sammlung des Herrn Dr. Emil Schmidt: nach dem Bestande vom 1. April 1886 zusammengestellt von Dr. Emil Schmidt
[Braunschweig], [1887?]
Seite: F 0 IV
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Anatomische Literatur

  (z. B.: IV, 145, xii)



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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/catalog1887/0006
IV

Vorwort.

Die Sammlung ist in Folge des Entgegenkommens des Directors der hiesigen Anatomie,
Herrn Prof. Dr. Iiis, seit Anfang 1885 in der Anatomie der Universität Leipzig aufgestellt und
steht hier Jedermann für wissenschaftliche Arbeiten zur Benutzung.

Der folgende Catalog ist aus Raumrücksichten tabellarisch angeordnet. Jeder Schädel
erhält eine Zahlen- und eine beschreibende Rubrik. In der erstem sind zunächst die directen
Messungszahlen aufgeführt, dann folgen die wichtigsten Verhältnisszahlen. Die meisten Maasse
waren schon vor dem Erscheinen der Frankfurter Verständigung über ein gemeinsames cranio-
metrisches Verfahren genommen; einige wenige habe ich noch nach derselben hinzugefügt. Die
genommenen Maasse sind:

1. Die Capacität. Dieselbe war schon bei allen dazu tauglichen Schädeln nach Broca's
Methode (vergl. E. Schmidt, über die Bestimmung der Schädelcapacität im Arch.
f. Anthrop., Bd. XIII, Supplement) gemessen, als ich bei einigen Nachmessungen
nach Welcker's Verfahren mit Erbsen (Welcker, die Capacität etc. im Arch. f.

* Anthrop., Bd. XVI, 1 ff.) auf manche Ungenauigkeiten aufmerksam wurde, auf
deren Grund neuerdings Topi*iard (Bull. d. 1. soc. d'anthrop., 3. Ser., 8 vol.,
pag. 618 ff.) hingewiesen hat. Alter Schrot giebt grössere Werthe als neuer. Eine
ausgedehnte Reihe von Vergleichsmessungen hat mir gezeigt, dass man nach
Welcker's Verfahren ebenso genaue Resultate erhält, als nach dem Broca'sehen,
dass aber ersteres bei Weitem einfacher und — eine Hauptsache! — bei Weitem
weniger den Schädel schädigend ist, als die Broca'sche Schrotmessung. Ich habe
in Folge dessen die ganzen Capacitätsbestimmungen von Neuem nach dem Welcker'-
sehen Verfahren vorgenommen und die in Folgendem mitgetheilten eubischen Maasse
sind die Resultate dieser Maassbestimmungen.

[Die weiteren linearen Maasse sind theils Umfangsmaasse, theils directe Abstände zweier
Punkte, theils Protection smaasse. Die ersteren wurden mit dem Stahlbandmaass, die zweiten mit
dem Tasterzirkel oder mit dem Schiebertasterzirkel (Glissiere), die dritten mit dem Stangenzirkel
gemessen. Der letztere ist mit dem Schiebertasterzirkel zweckmässig in der Weise zu einem
einzigen Instrument vereinigt, dass die auf der Maassstange senkrechten Arme des Stangenzirkels
über die Maassstange hinaus sich fortsetzen und hier in feinen Spitzen endigen. Zur Messung
des Projectionsmaasses der Ohrhöhe erweist sich Virchow's Reisestangenzirkel mit verschiebbaren
Armen sehr zweckmässig.]

2. L. U., Längsumfang = Nr. 15 der Frankfurter Verständigung, „Sagittalumfang des
Schädels" (Bandmaass).

3. Hör. U. = Nr. 14, „Horizontalumfang des Schädels" (Bandmaass).

4. V. Qu. U. = Nr. 16, „Verticaler Querumfang des Schädels" (Bandmaass).

5. L. = Nr. 2, „Grösste Länge" (Tasterzirkel).

6. B. — IV. 4, „Grösste Breite" (Stangenzirkel).

7. H., Höhe, ein Projectionsmaass: der Abstand zwischen der Projection des höchsten
und des tiefsten Punktes der Medianebene des Hirnschädels auf eine Verticale
(die senkrecht auf der Richtung des Längen- und des Breiten-Durchmessers aufgerichtet
ist) (Stangenzirkel). Vergl. Craniolog. Untersuchungen, Arch. f. Anthrop.,
Bd. XII, pag. 56.

8. Bregma II. == Nr. 7, „Hilfs-Höhe" der Frankfurter Verständigung (Tasterzirkel).

9. Ganze H. == Nr. 6, „Ganze Höhe nach Virchow" der Frankfurter Verständigung.
Als oberer Punkt wurde ein Punkt in der Medianlinie, 2y3 cm hinter dem Bregma,
genommen (Tasterzirkel).


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