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99
Orbital H. i
Orbital B.
Interorb. B.
Nasen H.
Nasen B.
Gaumen L.
Gaumen B.
Schädel Mod.
rel. L.
rel. B.
rel. H.
L. : B.
W
i—i
m
P4
Ges. Mod.
rel. Ges. L.
rel. Ges. B.
W
CO
CO
&
U
Ges. B. : Ges. H.
Nasenindex
Orbital-Index
Oberkieferindex
Gaumenindex
For. m. Index
33
38
24
47
24
45
38
146
1206
911
890
756
739
977
109
908
1082
1009
932
516
868
744
844
827
31
36
23
48
24
48
46
153
1190
902
908
758
764
1007
113
885
1106
1018
920
500
861
747
750
842
30
35
22
39
22
40
36
148
1176
912
919
776
782
1007
102
863
1147
980
855
564
857
644
900
875
30
35
24
44
26
47
38
148
1196
932
878
780
734
942
107
888
1121
991
883
591
857
700
818
906
35
37
28
47
24
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36
148
1203
885
912
736
758
1030
113
841
1159
991
855
516
946
670
857
882
33
43
25
52
25
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40
154
1201
902
890
751
740
986
116
879
1121
1000
892
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767
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44
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859
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699
738
1055
115
887
1156
948
819
587
784
653
898
865
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23
50
24
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38
151
1225
894
887
730
724
992
115
852
1122
1026
915
480
820
700
884
919
33
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25
48
28
49
45
157
1217
898
892
738
733
993
118
839
1169
1000
855
583
825
747
918
800
36
38
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52
153
1216
869
915
715
753
1053
947
838
Nr. 634. Cranium £ ad.-mat. — Aus einem Mumienkopfe von Qurnet Murai (Luqsor, 11. Febr. 1875). Auf dem Schädel drei
scharfe Hiebe: Nr. 1 hat den Schädel links oben getroffen, er hat den unteren vorderen Winkel des linken Scheitelbeines
und das Stirnbein 7 cm weit durchschnitten, ferner den Stirnfortsatz des Jochbeines 1 cm unter seiner Stirnverbindung, und
endigt mit einem seichten Einschnitt im unteren Augenhöhlenrand. Nr. 2 ist schräg von rechts gekommen und reicht
vom rechten Tab. par. bis zur rechten Lambdoidea I./II.; er hat ein aussen 7:2,5 cm, innen 31:8 mm grosses Stück aus
der Schädelwand herausgeschlagen. Nr. 3, ein kleinerer seichter Schnitt, geht vom linken For. pariet. 22 mm weit nach
aussen und unten. Endlich ist durch die linke Choanenapertur, den linken Ausschnitt des Gaumenbeines ausfüllend, ein
runder, etwa 1 cm dicker Stock gerade nach oben gesteckt, wo er, das hintere Ende des Siebbeines durchbohrend, in die
Schädelhöhle eindringt. Er ist fest eingekeilt. Mässige Alveolarprognathie. Spina nas. ant. sehr klein, unterer Nasenhöhlenrand
verstrichen. Nasenrücken flach dachförmig. Kräftige Supra-Orbitalwülste. Sagittalis grösstentheils obliterirt.
Hinterhauptsschuppe schwach kapseiförmig vorspringend.
Nr. 635. Calvarium £ adult. — Aus einem Mumienkopfe von Qurnet Murai (Luqsor, 11. Febr. 1875). Auf dem Hinterhaupte
rechts fünf penetrirende scharfe Knochenwunden, die etwas schräg von links und oben nach rechts und unten verlaufen.
Nr. 1 die Medianlinie schräg kreuzend, 8cm lang, setzt sich mit einer Fissur bis in das For. magn. fort. Nr. 2 10cm
lang. Nr. 3 6 cm lang. Nr. 4 hat dicht hinter dem rechten Tuber parietale ein 5 cm langes, 3 cm breites Stück Knochen
abgesprengt. — Spina nas. ant.. klein; Nasenrand abgerundet. Nasenrücken schmal, gewölbt. Ziemlich kräftige Glabella.
Foramen infraorbitale sehr gross; das rechte nach aussen von einem erbsengrossen Knochenhöckerchen begrenzt. Im rechten
Pterion ein 15 mm langes, 7 mm hohes, dahinter noch ein ganz kleines, halbmondförmiges, in die Sut. squamosa eingesenktes
Schaltbein. Hinter dem Bregma ein 20 mm langer, 20 mm breiter symmetrischer Schaltknochen. In der Lambda-
naht mehrere mittelgrosse Schaltbeine. Beiderseits Spuren der Sut. transv. occipitis.
Nr. 636. Cranium $ ad.-mat. — (Aus Mook's Sammlung.) (Aus einem Mumienkopfe aus Theben. In eng anliegende, ausgefranste
Lappen eingehüllt. Weichtheile pechdurchtränkt. Auf dem Kopfe gelbes, leicht gelocktes Haar. An Kinn und
Oberlippe starke Barthaare. Am Hinterhaupte penetrirende Schädelwunden. Der Unterkiefer ist durch scharfe Hiebe in
drei Stücke zerbrochen, die ganz unregelmässig in die Mundhöhle hineingedrückt waren. In der Schädelhöhle ein Stück
einer Palmenrippe.) Dach der Nasenhöhle rechts durchbohrt. Ueber der rechten Linea nuchae superior ein 60 mm langer
Hieb, der nach unten ein 25 mm breites Knochenstück ausgeschält hat. Ein zweiter Hieb trennt den Unterkiefer vom linken
Angulus mandibular bis zum linken ersten Molar; er hat inwendig ein Stück Kiefer abgesprengt, so dass der Unterkiefer
in drei Stücke zerbrochen ist. — Nase tief eingesenkt, Stirnbein mit flachem, medianem Kiel. Juga alveolaria hoch.
In der Lambdoidea zwei mittelgrosse Nahtzahnknochen. Dabei ein Stück Kopfhaut mit mässig langem, blondem, lockigem
Haar, zwei Stücke Gesichtshaut mit kui-zem, gebogenem, fuchsig-braunem Barthaar und eine Palmenrippe.
Nr. 637. Cranium £ adult. — (Aus Mook's Sammlung.) (Aus einem Mumienkopfe aus Theben. Nur stellenweise sind Bindenreste
erhalten. Weichtheile dunkelbraun, etwas feucht. Kopfhaare zu geraden Strängen verklebt, ziemlich lang, gerade,
braun. Auf der Oberlippe einzelne starke, gerade, gelbe, in Pech eingeklebte Schnurrbarthaare.) Linke Gesichts- und Stirngegend
zerbrochen. Durch den Wirbelcanal ist eine Palmenrippe gesteckt, die am Basion ausgeglitten und durch das rechte
Foramen lacerum in die Schädelhöhle eingedrungen ist. Dabei vier, den Palmenstock eng umschliessende, obere Halswirbel.
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/catalog1887/0109