Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., TX 2014/526
Schmidt, Emil [Hrsg.]
Catalog der im Anatomischen Institut der Universität Leipzig aufgestellten craniologischen Sammlung des Herrn Dr. Emil Schmidt: nach dem Bestande vom 1. April 1886 zusammengestellt von Dr. Emil Schmidt
[Braunschweig], [1887?]
Seite: F 139
(PDF, 44 MB)
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Anatomische Literatur

  (z. B.: IV, 145, xii)



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so weit es nicht von Muskeln bedeckt war, sehr rauh porös, besonders nach hinten zu. Die langen Zähne der Lambdoidea
bilden viele abgetrennte Nahtknochen. In beiden Sut. occip. mast. mittelgrosse Schaltknochen.
Nr. 868. Cranium <jü adult. — Sign. Feminae cranium ex Insula Nias ad Sumatrae insulas. Swaving. Cat. Gran. 109. — Zähne
nicht gefeilt, nur sehr wenig braun gefärbt. Nasenbeine schmal, Bücken flach. Sag. III., IV. und V. tief und breit rinnen-
förmig vertieft; in geringerem Grade auch beide Lambdanähte. Hinterhaupt rechts etwas abgeflacht. Receptac. cerebelli voll.

B orneo.

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Nr. 875. Cranium § adult. — Sign. 107d. — Gesicht mit Harz überzogen; in die Augen sind Kaurimuscheln, in die Nase ein
Holzpflock eingekittet. Untere Hälfte des Hirnschädels braun gefärbt, obere Hälfte weiss. Auf dem Stirnbeine sind elegante
Ornamente in die Knochen eingeritzt und 4cm vor dem Bregma zwei Löcher durchgebohrt, durch die eine Schnur läuft.
Zähne post mort. ausgefallen; Nähte einfach ; in der Lambdanaht mehrere kleine Nahtknochen. Hinterhaupt rechts mässig
abgeplattet. Kräftige äussere Hinterhauptsprotuberanz.

Nr. 876. — Mit Pech und darüber mit Stanniol überzogener Kopf. Die Nase ist langgezogen, ihr Bücken

wenig hoch. In die nahe zusammenstehenden Augen sind glänzende Plättchen (Glimmer) eingesetzt. Am rechten Augen-
brauenbogen sind rechts 10, links 14 stecknadelkopfgrosse Löcher angebracht, in denen ursprünglich wohl Haarbüschel eingesetzt
waren. Am Bregma ein Loch von 2 mm Durchmesser, in dem ein (abgerissener) Faden steckt. Dies Loch bildet
den Mittelpunkt einer Anzahl von Figuren, die aus dem Stanniol derart ausgeschnitten sind, dass hier der Knochen zum
Vorschein kommt. Sie sind mit grosser Eleganz und Symmetrie gezeichnet. Die Schädelhöhle ist nicht mit Pech ausgegossen
.

Nr. 877. Calvarium § mat.-sen. — Augen mit Kaurimuscheln, Nase mit Holz, das mit Harz eingekittet ist, imitirt. — Zähne im
Leben schon ausgefallen; Alveolarrand stark geschrumpft. Doppelte Spur der Frontalis. Hinter dem Bregma sind rechts
und links von der Sagittalis zwei Löcher eingebohrt, durch welche eine Schnur gezogen ist (zum Aufhängen). Im rechten
Pterion ein 9 mm breites, 7 mm hohes Schaltbein. Hinterhaupt hinten rechts etwas abgeplattet.

Nr. 878. Calvarium $ adult. — Sign. Dajak. Borneo. Coli. Reinivardt. Cat. Cran. 106. — Von der äusseren Hinterhauptsprotuberanz
an hat ein ebener, scharfer Schnitt, durch beide Condylen und Processus mastoid. hindurch, alles weiter abwärts
Gelegene entfernt; er ist sogar beiderseits bis in die Alveolen der beiden hinteren, oberen Molaren eingedrungen,
(Enthauptung.) Alle Zähne post mort. ausgefallen. Nasenrücken flach dachförmig. Im linken Pterion ein 25 mm langes,
10 mm hohes Schaltbein. Links besteht bis zur Medianlinie eine vollständige Sut. oeeip. transversa; dicht über der äusseren
Hinterhauptsprotuberanz geht dann die Naht schräg aufwärts bis zur Grenze von Lambdanaht I./H.; dadurch wird ein
zahnreicher Schaltknochen von 80 mm Breite und 40 mm Höhe abgetrennt.

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