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grösstentheils in Binden eingehüllt, deren untere Lagen mit schwarzem Harz durchtränkt sind,
während die oberen aus lockeren, groben, gelben Binden bestehen.
A. 10. Aus Mook's Sammlung. Der Kopf ist äusserlich von lockeren, gelben, groben Leinenlappen, darunter
grösstentheils von pechverklebten Binden bedeckt. Auf der rechten Seite des Schädeldaches
findet sich ein 10cm langes, 9 cm breites Loch, das fast das ganze rechte Scheitelbein umfasst; die
Ränder und Umgebungen dieses Loches sind mit gelblich - röthlichen, erdigen Massen verschmiert;
im Inneren der Schädelhöhle liegen harzige, unregelmässig wulstige Massen (pechdurchtränkte Hirnhäute
) ; auf der Innenwand der Schädelkapsel schwarzglänzende Stellen von Pechüberzug. Haut dünn,
hart, schwarz. Haare schwarz, straff, pechverklebt; "Weichtheile am Halse pechdurchtränkt.
A. 11. Aus Mook's Sammlung. Mumienkopf, der nur noch an einzelnen Stellen von Binden bedeckt ist.
Haut braunschwarz, hart; Kopfhaare fehlend (wie rasirt, oder abgebeizt). Nasenspitze abgestossenr
Gesichtszüge wenig deutlich. Halsmuskeln braun, zäh-faserig.
A. 12. Aus Mook's Sammlung. Harzüberzogener Kopf. Binden, Weichtheile und Harz sind in eine,
früher feucht gewordene, jetzt wieder trockene, harte Masse verwandelt, die den Kopf grösstentheils
bedeckt und nur an wenigen Stellen den hellen Knochen frei lässt. In der rechten Augenhöhle ein
weisser, glänzender Scherben (Porcellan?). Im Munde mulmiges, gelbliches und orangefarbenes Harz.
A. 13. Aus Mook's Sammlung. Mumienkopf. Schädeldach mit harzdurchtränkten, eng anliegenden Binden
bedeckt. Gesicht frei, das rechte Auge beschädigt; im Uebrigen zeigt das Gesicht wohl erhaltene
Formen. Nase gross und spitzig, Haut hart, glänzend schwarz; an Mund und Augen Spuren von
Vergoldung. Am Kinn kurze Bartstoppeln. Kopfhaare harzig zusammengeklebt, lockig, rothbraun,
circa 10 cm lang; Halsmuskeln zäh-faserig.
A. 14. Aus Mook's Sammlung. Unförmliches, mit sehr grober, harzdurchtränkter Leinwand umhülltes
Kinderköpfchen. Hinterhaupt zerbrochen, so dass man hier frei in die stellenweise von Harz braungefärbte
Innenwand der Schädelhöhle hineinsieht.
A. 15. Aus Mook's Sammlung. Ziemlich leichter, pechüberzogener Mumienkopf. Ohne Leinenhülle. An
der Nase und ihrer nächsten Umgegend liegt der Knochen frei; in der Nase stecken grobe, gelbe
Leinwandballen. Haare rothbraun, lockig, circa 5 bis 7 cm lang, Haut hart, glänzend schwarz.
A. 16. Von mir in Theben von ägyptischen Bauern gekauft. Mumienkopf mit pechangeklebten Binden und
Lappen. Nase abgestossen, in jeder Nasenhöhle Leinenballen. Am Nasenrücken und in der Mitte
des Ober- und Hinterkopfes liegt der Knochen frei; am Hinterkopfe ist die wurmzerfressene Haut
mit Besten von 2 bis 3 cm langen, braunen, geraden Haaren sichtbar.
A. 17. Aus Mook's Sammlung. Von Binden entblösster Mumienkopf, mit sprechend ausdrucksvollen
Gesichtszügen. Haut theils glatt, dunkelglänzend, theils matt, rauh, gelblichbraun. Nase vorspringend
; beide Nasenlöcher weit offen, Nasendach durchbohrt. "Mund breitgespalten, Lippen scharf
geschnitten. Haare weder auf dem Kopfe, noch im Gesichte zu erkennen.
A. 18. Aus Mook's Sammlung. Mumienkopf ohne Leinwand, mit langem, dünnem Hals. Gesichtszüge
sehr ausdrucksvoll. Weicher Theil der Nase niedergesunken, Nasenlöcher weit, Nasendach durchbohrt
. Mund offen stehend, die Zähne und die Zunge zeigend. Ohren weit abstehend. Haare
weder auf dem Kopfe, noch im Gesichte zu erkennen. Haut graugelbbraun, rauh.
A. 19. Aus Mook's Sammlung. Schädelbasis freiliegend, linke Gesichtshälfte nicht von Leinwand bedeckt.
Weichtheile hier braunschwarz, trocken, hart. Der übrige Theil des Kopfes ist mit vielfachen
(12 und mehr) Leinenlagen umhüllt, die mit dunklem Harz durchtränkt und an einander gekittet
sind. Dach der Nasenhöhle durchbohrt; zwischen den Schneidezähnen und im vorderen Theile des
Mundes ein brauner, harter Leinwandballen.
A. 20. Aus Mook's Sammlung. Kopf ganz in vielfache, gelbbraune Bindenlagen eingehüllt. Darüber auf
der rechten Seite und über dem Gesichte grössere gelbe (wahrscheinlich mit Gummi angeklebte)
Lappen. Die Binden zeigen stellenweise schwarze, harzige Flecken. Am Hinterkopfe etwas rechts
von der Mitte ein rundliches, penetrirendes Loch von etwa 5 bis 8cm Durchmesser, in welches ein
zusammengeballter, gelblicher Leinenbausch eingebracht ist. Muskeln am Halse bräunlich, lederartig
zähe ; Kopf nicht schwer.
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